Sacharowa: "Mossul-Kämpfer nach Syrien zu verlegen, ist ein Verbrechen"

Sacharowa: "Mossul-Kämpfer nach Syrien zu verlegen, ist ein Verbrechen"
Sacharowa: Mosul-Kämpfer nach Syrien zu verlegen, ist ein Verbrechen.
Die Idee, die im irakischen Mossul kämpfenden Terrormilizen in Richtung Syrien weiterzuleiten, halte Moskau für kontraproduktiv, erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa. "Das ist einfach ein Verbrechen", fügte sie hinzu. Sacharowa zufolge würden sich die Kämpfer den dortigen Dschihadisten anschließen. Russland sei bereit, den Einwohnern von Mossul humanitäre Hilfe zu leisten, wenn Moskau dazu offiziell beauftragt wird.

Ebenso gab die Sprecherin des Gremiums bekannt, dass Moskau die Schritte Bagdads im Kampf gegen den Terrorismus und bei der Gewährleistung von Souveränität und territorialer Integrität des Irak unterstütze. Jedoch finde die russische Seite es wichtig, bei der Umsetzung einer solchen Großoperation in einer Stadt mit anderthalb Millionen Einwohnern alle notwendigen Maßnahmen zu treffen, um den verbliebenen Bürgern Schutz zu garantieren und aus der Stadt flüchtenden Zivilisten Hilfe zu leisten.

Vorher hielt das russische Außenministerium in Moskau eine Pressekonferenz zur aktuellen Lage in Syrien ab. Der Verteidigungsminister Russlands, Sergej Schoigu, gab bereits am Dienstag bekannt, dass Syrien und Russland ihre Luftschläge in Aleppo unterbrochen haben. Er kündigte auch eine achtstündige humanitäre Feuerpause für Ost-Aleppo an, die am Donnerstag auf Anordnung des obersten Befehlshabers der russischen Streitkräfte, Wladimir Putin, um einen Tag verlängert wurde. Die Pause soll dazu dienen, Zivilisten und Verwundeten ein Verlassen der Stadt über sichere Korridore zu ermöglichen.

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