Putin: Feuerpause für Aleppo, solange die Terroristen ihre Aktivitäten nicht intensivieren

Putin: Feuerpause für Aleppo, solange die Terroristen ihre Aktivitäten nicht intensivieren
Putin: Feuerpause für Aleppo, solange die Terroristen nicht wieder aktiver werden
Russland sei bereit, den einseitigen Waffenstillstand in der Luft um Aleppo so lange wie möglich aufrechtzuerhalten, gab der Präsident des Landes, Wladimir Putin, nach dem Abschluss der Syrien-Gespräche in Berlin bekannt. Dabei wird man "aus der realen Situation auf dem Territorium ausgehen" und die Feuerpause beenden, sobald die Kämpfer, die sich in Aleppo verschanzen, wieder aktiver werden. Die Waffenruhe für Aleppo, die Russland einseitig erklärt hat, tritt am Donnerstagmorgen in Kraft.

Die russische Seite rechnet weiterhin damit, dass ihre US-Partner ihre Verpflichtungen zur Trennung der Terroristen des Islamischen Staates und der Al-Nusra-Front etc. von der gemäßigten Opposition doch erfüllt. Putin zufolge habe Moskau dazu aufgerufen, die Arbeit an der neuen syrischen Verfassung wiederaufzunehmen. Das sollte der erste Schritt in Richtung eines politischen Überganges im kriegsgebeutelten Land sein.

„Ich habe unsere Kollegen erneut darauf hingewiesen, dass Russland vorgeschlagen hat, die Arbeit zur Entwicklung und Verabschiedung der neuen Verfassung voranzubringen, auf deren Grundlage es möglich wäre, die Vorwahlen durchzuführen und die Positionen aller Konfliktparteien vorläufig miteinander abzustimmen“, teilte der Präsident den Journalisten mit.

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel verurteilte die russisch-syrischen Angriffe als "unmenschlich" und ein "grausames Erlebnis" für die Bevölkerung. Sie glaube nicht, "dass es gelingt, Terroristen von friedlichen Menschen" zu trennen, "wenn man solche Angriffe permanent fährt". Der französische Präsident, Francois Hollande, nannte die Bombardierung Aleppos ein "Kriegsverbrechen" und kündigte an, dass man beim EU-Gipfel am Donnerstag Optionen in Bezug auf Verantwortliche diskutieren würde, die "diese Verbrechen begehen".

Die Staatsoberhäupter Russlands, Frankreichs und Deutschlands haben nach dem Treffen der Normandie-Vier zur Regelung in der Ukraine die Situation in Syrien besprochen. Von einer Einigung seien sie Merkel zufolge "sehr weit entfernt", an der Lösung arbeiten die Außenminister weiter.

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