Mehr als 17.000 Flüchtlinge reichen Klagen gegen Deutschland ein

Mehr als 17.000 Flüchtlinge reichen gerichtliche Klagen gegen Deutschland ein
Mehr als 17.000 Flüchtlinge reichen gerichtliche Klagen gegen Deutschland ein
Seit Anfang des Jahres haben mehr als 17.000 Flüchtlinge gegen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geklagt, weil sie in Deutschland bisher nur eingeschränkten Flüchtlingsschutz erhalten konnten, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Mehr als 15.000 davon sind syrische Asylsuchende. 90 Prozent der Klagen hatten Erfolg bei den Richtern: Alle neun aus zehn Urteile wurden im Einklang mit dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge zugunsten der Zwangsvertriebene gefällt.

Beim sogenannten subsidiären Flüchtlingsschutz stoßen die nach Deutschland geflohene Menschen auf das Problem, auf den Familiennachzug mindesten zwei Jahre warten zu müssen. Die linke Bundestagsabgeordnete, Ulla Jelpke, verübte harsche Kritik an dem Schutzstatus und nannte ihn eine "gezielte Strategie der Entrechtung und Abschreckung auf Kosten der Menschlichkeit".

Laut statistischen Angaben sind 2015 beinahe 1,1 Millionen Zwangsvertriebene aus Nordafrika und dem Nahen Osten in Deutschland eingereist.