Ankara: Öffentliche Versammlungen wegen Terrorgefahr verboten

Ankara: Öffentliche Versammlungen wegen Terrorgefahr verboten
Ankara: Öffentliche Versammlungen wegen Terrorgefahr verboten
Vom 17. Oktober bis 30. November wurde in Ankara ein Verbot von öffentlichen Versammlungen und Demonstrationen aller Art verhängt, berichtet die Zeitung Daily Sabah. Dies sei eine Vorbeugungsmaßnahme nach den eingegangenen Meldungen darüber, dass einige Terrormilizen Anschläge auf die Gegend planen. Ihre Namen werden nicht genannt. Das Verbot soll bis zum Ablauf des Ausnahmezustands, der am 3. Oktober um 90 weitere Tage verlängert wurde, zusätzliche Sicherheit gewährleisten.

Am 20. Juli hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan gemeinsam mit dem Parlament im Zusammenhang mit dem vereitelten Putschversuch am 15. Juli erstmalig einen Ausnahmezustand verhängt.

In der Nacht zum 16. Juli hatte eine Gruppe von Offizieren innerhalb der Streitkräfte, die der umstrittenen Gülen-Bewegung mit Sitz in den USA angehören sollen, einen Putschversuch in der Türkei unternommen. Dieser war von den staatlichen Sicherheitskräften und der Bevölkerung vereitelt worden. Bei der Konfrontation waren nach offiziellen Angaben mindestens 246 Zivilisten getötet worden, über 2.000 Menschen hatten Verletzungen erlitten.