Russlands UN-Botschafter Tschurkin zu den USA-Beziehungen: "So schlecht wie seit 1973 nicht mehr"

Russlands UN-Botschafter Tschurkin zu den USA-Beziehungen: "So schlecht wie seit 1973 nicht mehr"
Russlands UN-Botschafter Tschurkin zu den USA-Beziehungen: "So schlecht wie seit 1973 nicht mehr"
Der ständige Vertreter Russlands bei den Vereinten Nationen, Witali Tschurkin, hat die aktuellen russisch-amerikanischen Beziehungen mit denen im Kalten Krieg verglichen. Der Diplomat wies in seinem Interview für die Nachrichtenagentur Associated Press darauf hin, dass die USA und die NATO-Staaten beschlossen hatten, ihre Sicherheitsarchitektur auf Kosten Russlands aufzubauen. Der Umbruch in den bilateralen Beziehungen sei nach dem Staatstreich in der Ukraine eingetreten, meinte der Diplomat.

Diese Sachlage sei auf den fundamenalen Mangel an Respekt von Seiten der US-Administration und auf eine ausbleibende gründliche Diskussion über politische Probleme zurückzuführen, sagte Witali Tschurkin. Dabei handele es sich um eine "Verkettung" von Ereignissen. Dazu zähle auch die "größte Provokation" der NATO, als das Militärbündnis im Jahr 2008 Georgien und der Ukraine die Mitgliedschaft angeboten hatte. 

"Meines Erachtens ist die allgemeine Situation im Moment sehr schlecht. Vielleicht die schlechteste seit 1973", sagte der UN-Botschafter Russlands.

Gleichzeitig betonte der Diplomat, dass Moskau an einer Verbesserung des bilateralen Verhältnisses interessiert sei. Wenn die neue US-Administration dazu beitragen würde, wäre das sehr begrüßenswert. Selbst heute gehe die Zusammenarbeit in einigen Bereichen trotz erheblicher Meinungsverschiedenheiten erfolgreich weiter.