Venetien-Ratsvorsitzender verschmäht mögliche Sanktionen wegen Krim-Besuchs

Der Präsident des Regionalrates der norditalienischen Region Venetien, Roberto Ciambetti, besucht die Schwarzmeer-Halbinsel Krim
Der Präsident des Regionalrates der norditalienischen Region Venetien, Roberto Ciambetti, besucht die Schwarzmeer-Halbinsel Krim
Der Präsident des Regionalrates der norditalienischen Region Venetien, Roberto Ciambetti, hat die Dorhungen Kiews, ihn und andere Abgeordnete wegen des Krim-Besuchs mit Sanktionen zu belegen, als leere Worte abgetan. "Das sind Drohungen, die uns gar kein Problem bereiten. Das sind bloße Drohungen", sagte Roberto Ciambetti, der sich mit der Krim-Führung traf, um unter anderem über eine gemeinsame Weinproduktion zu verhandeln. Der Politiker wolle sowieso nicht in die Ukraine.

Zuvor war auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim eine italienische Delegation eingetroffen. Im Rahmen ihres dreitägigen Besuchs wollten die 18 italienischen Regionalratsabgeorndeten aus Venetien, Ligurien, der Lombardei, der Toskana und der Emilia-Romagna mit der Krim-Führung, einheimischen Winzern und Unternehmern verhandeln. Als Reaktion auf diesen Besuch rief der Sekretär des Rada-Ausschusses für die Nationale Sicherheit und Verteidigung, Iwan Winnik, das ukrainische Außenministerium auf, den US-Kongress zu bitten, die Italiener mit Sanktionen zu belegen.         

Primat der (Wein-)Kultur: In bewusster Abgrenzung zum Sanktionswahn der Politik wollen italienische Önologen und Winzer zusammen mit Kollegen von der Krim einen neuen erlesenen Tropfen keltern. Die Trauben dazu sollen vom Schwarzen Meer kommen, das Rezept aus Italien.