Syrien-Gespräche in Lausanne: Außenminister wollen Waffenstillstand neu starten

Syrien-Gespräche in Lausanne: Außenminister wollen Waffenstillstand neu starten
Syrien-Gespräche in Lausanne: Außenminister wollen Waffenstillstand neu starten
An diesem Samstag treffen sich die Außenminister Russlands, der USA und einiger anderer Nahost-Staaten im Schweizer Lausanne, um die Syrien-Krise zu besprechen. Der Schwerpunkt der Verhandlungen wird dabei voraussichtlich auf die Erneuerung der Waffenruhe im Bürgerkriegsland liegen. Der vorige Versuch, das Blutvergießen in Syrien zu stoppen, ist gescheitert: Das am 9. September abgeschlossene russisch-amerikanische Abkommen wurde nach einigen Tagen faktisch begraben.

Der Zusammenbruch des Waffenstillstands wurde mit der Bombardierung von Stellungen der syrischen Armee bei Deir ez-Zor, wo Baschar Al-Assads Truppen gegen IS-Terroristen vorgingen, durch die US-geführte Anti-IS-Koalition eingeleitet. Washington nannte die Attacke einen Fehler. Einige Tage später wurde ein humanitärer Konvoi bei Aleppo beschossen. Der Westen versuchte, Russland und Syrien für den Angriff verantwortlich zu machen. Moskau wies solche Vorwürfe zurück und rief zu einer gründlichen Untersuchung auf.    

Inzwischen rechnet Washington damit, dass die russische Delegation zum Samgstagtreffen in Lausanne mit dem Ziel anreise, einen neuen Waffenstillstand in Syrien herbeizuführen. Moskau erwartet noch keinen Durchbruch von der bevorstehenden Diskussion. Russlands Chefdiplomat, Sergei Lawrow, will sich zunächst ein Bild davon machen, inwieweit die Gesprächsparnter bereit sind, die Resolution des UN-Sicherheitsrates zu erfüllen. Übrigens schließen Moskau und Washington eine bilaterale Zusammenkunft zwischen Sergei Lawrow und John Kerry nicht aus.     

Ihre Beteiligung an dem Treffen haben bereits die Außenminister des Iraks, des Irans und Ägyptens bestätigt. Den Verhandlungen wird auch der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, beiwohnen. Der Kontext des angekündigten Treffens ist alles andere als rosig. Sergei Lawrow und John Kerry sind längere Verhandlungsmarathons gewohnt.