Donald Tusk: Sanktionen gegen Russland verlängern oder kapitulieren

Donald Tusk: Sanktionen gegen Russland verlängern oder kapitulieren
Der Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk, hat bei der Podiumsdiskussion der Zeitung Passauer Neue Presse für die Verlängerung der Russland-Sanktionen plädiert, berichtet RIA Novosti. Seiner Meinung nach hätten manche EU-Politiker eine typische westeuropäische Täuschung demonstriert, als sie Russland nach Syrien zur Lösung des bewaffneten Konflikts eingeladen hatten. „Der einzige Weg für heute ist es, Sanktionen zu verlängern, sonst würden wir kapitulieren“, fügte Tusk hinzu.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat sich am 6. Oktober in Moskau während einer Pressekonferenz mit seinem französischen Amtskollegen Jean-Marc Ayrault zu einer möglichen Ausweitung der EU-Sanktionen gegenüber Russland wegen des gescheiterten Waffenstillstandsabkommen für Syrien mit den USA geäußert. „Wir lesen, dass Deutschland die Möglichkeit in Erwägung zieht, neue Sanktionen gegen Russland im Zusammenhang mit der Situation in Syrien einzuführen.“

"Die Situation ist schon fast lustig, denn obwohl es Kiew ist, das seine Abmachungen nicht erfüllt, wird Russland dafür mit Sanktionen bestraft. Dasselbe geschieht nun in Syrien, denn es waren die USA, die ihren Teil der Abmachung nicht einhielten und jetzt spricht man über weitere Sanktionen gegen Russland. Ich denke, mehr muss ich dazu nicht erklären“, so der russische Außenminister.