Bisherige Erkenntnisse sprechen für einen IS-Kontext - Polizei zu Terrorverdächtigen von Chemnitz

Bisherige Erkenntnisse sprechen für einen IS-Kontext - Polizei zu Terrorverdächtigen von Chemnitz
Der Tatverdächtige sei am 22. Februar 2015 in München eingereist und direkt nach Chemnitz gefahren. Er beantragte dort Asyl und lebte zuletzt in Eilenburg. Bisher war er unauffällig. Der Mit-Tatverdächtige sei Kalil A., der im November 2015 einreiste und in Nordrhein-Westfalen einen Asylantrag stellte. Am 16. Juli zog er nach Chemnitz um. Sprengstoff war TATP , ähnlich wie bei Anschlägen in Paris. Er wurde vor Ort entsorgt.

 Der Tatverdächtige entkam am Samstag, weil die Polizei nicht wusste, in welcher Wohnung er sich befand, so dass sie sich für einen Zugriff außerhalb des Gebäudes entschied. Als eine Person das Haus verließ, konnte man sie gezielt nicht beschießen, weil es nicht sicher der Tatverdächtige war. Dadurch flüchtete der Mann. 

Bisherige Erkenntnisse sprechen für einen IS-Kontext, sagte der Leiter des LKA Sachsen, Jörg Michaelis.

Sachsens Innenminister Markus Ulbig lobte die gute Mitarbeit der Anwohner und die Bedeutung der Fahndung über die Sozialen Netzwerke wie Twitter und Facebook.

Der Generalbundesanwalt leitet nun die Ermittlungen. Daran sind beinahe 700 Mitarbeiter beteiligt.

In der Nacht zum Montag wurde der Syrer Jaber Al-Bakr in Leipzig festgenommen, der verdächtigt wird, in Verbindung mit dem Islamischen Staat zu stehen und einen Sprengstoffanschlag auf einen deutschen Flughafen geplant zu haben. Nachdem am Samstag in einer Chemnitzer Wohnung mehrere hundert Gramm Sprengstoff gefunden worden waren, begann in der Stadt eine Anti-Terror-Razzia wegen Verdachts der Vorbereitung eines Terroranschlags. Die Polizei hatte die Stadteinwohner aufgerufen, außerhalb des abgesperrten Bereichs zu bleiben und die Weisungen der Polizisten zu beachten.