Tausende Jemeniten protestieren gegen Saudi-Arabien

Mehrere Tausend Einwohner der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind heute auf die Straße gegangen, um gegen die Luftangriffe der von Saudi-Arabien angeführten Koalition zu protestieren. Einige Demostranten riefen zu Racheaktionen auf. An der Kundgebung beteiligten sich auch mehrere Anführer der Huthi-Rebellen.

Dem gestrigen Luftangriff auf eine Trauerfeier in Sanaa waren nach unterschiedlichen Angaben bis zu 213 Menschen zum Opfer gefallen. Mehr als 500 Personen hatten Verletzungen erlitten. Die Vereinten Nationen verurteilten die Attacke scharf und riefen zu einer unverzüglichen Untersuchung auf. Die von Saudi-Arabien angeführte Koalition zeigte sich ihrerseits bereit, den Luftangriff gemeinsam mit den Vereinigten Staaten zu untersuchen.

Der bewaffnente Konflikt zwischen der jemenitischen Führung und den Huthi-Rebellen dauert seit August 2014 an. Die Aufständischen und Teile des Militärs unterstützen den ehemaligen Staatschef, Ali Abdullah Salih, während die Armee und andere Milizen für den aktuellen Staatschef, Abed Rabbo Mansur Hadi, kämpfen. Seit 2015 fliegt Saudi-Arabien Luftangriffe gegen die Huthi-Rebellen, die den Norden des Jemen und die Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Laut jüngsten UN-Angaben sollen dem bewaffneten Konflikt bereits 4.000 Zivilisten zum Opfer gefallen sein.