Russlands Außenministerium zu US-Vorwürfen: "Schmutzige Tricks während der Wahlkampagne"

Stellvertretender Außenminister Russlands Sergei Rjabkow
Stellvertretender Außenminister Russlands Sergei Rjabkow
Die Vereinigten Staaten missbrauchen die allgemeine Aufregung wegen angeblicher "russischer" Hacker im Wahlkampf. Dies hat der stellvertretende Außenminister Russlands, Sergei Rjabkow, erklärt.

"Die amtierende US-Administration beteiligt sich an diesem Wahlkampf, ohne vor schmutzigen Tricks Halt zu machen. Unsere Widersacher versuchen weiterhin, Russland einer Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Vereinigten Staaten zu beschuldigen", sagte der Diplomat.

Gleichzeitig wies Sergei Rjabkow darauf hin, dass manche europäische Politiker sich in den US-Wahlkampf aktiv einmischen. In Washington wolle man das jedoch nicht bemerken.  

Einige westeuropäische Politiker scheinen gewillt zu sein, das Kräfteverhältnis in der US-Gesellschaft vor den Wahlen mit eigenen Kräften zu beeinflussen. Wir empfehlen den US-amerikanischen Sicherheitsbehörden, diesen krassen Fällen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, statt so zu tun, als hätte das mit einer 'Einmischung in die inneren Angelegenheiten der USA' nichts zu tun", betonte Sergei Rjabkow. 

Zuvor hatten das US-Innenministerium und das Büro des Direktors der nationalen Nachrichtendienste in einem gemeinsamen Statement Russland beschuldigt, Server von US-Organisationen angegriffen zu haben. Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hatte diese Anschuldigungen gegen Russland "absolut haltlos" genannt.