Unruhen in Kaschmir fordern mehr als 90 Menschenleben

Unruhen in Kaschmir fordern mehr als 90 Menschenleben
Die andauernden Unruhen im nördlichsten indischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir haben bereits mehr als 90 Menschen zum Opfer gefodert. Am Samstag erlag ein 13-jähriger Teenager den Verletzungen, die er während einer Protestaktion in der Provinzhauptstadt Srinagar erlitten hatte. Nach Angaben der Polizei, die die Menschenmenge mit Druckluftwaffen beschossen hatte, soll sich der Junge an der Demo nicht beteiligt haben.

Die massenhaften Protestaktionen im Kaschmirtal waren Anfang Juli ausgebrochen, als ein 22-jähriger Aktivist einer in Indien als terroristisch geltenden Organisation liquidiert worden war. Seitdem wurden bei den immer wieder aufflammenden Auseinandersetzungen mit der Polizei ungefähr 12.000 Menschen verletzt. Die große Zahl der Verletzten ist darauf zurückzuführen, dass die Polizei oft zu Druckluftwaffen greift.

Im Bundesstaat Jammu und Kashmir sind Separatisten aktiv, die die Loslösung des nördlichsten und überwiegend von Muslimen bewohnten Gebiets von Indien fordern.