Kolumbianischer Präsident wird Friedensnobelpreisträger

Kolumbianischer Präsident wird Friedensnobelpreisträger
Der kolumbianische Präsident, Juan Manuel Santos, hat in Oslo den Friedensnobelpreis erhalten, gibt das norwegische Nobelkomitee bekannt. Die Auszeichnung hätte er für das langersehnte Friedensabkommen mit FARC-Guerilla verdient, obwohl die Mehrheit der Kolumbianer beim jüngsten Referendum dagegen gestimmt hatte. Der Friedensvertrag sollte den jahrzehntelangen Bürgerkrieg beenden.

Nach über 200.000 Toten sowie Millionen Flüchtlingen in den über 50 Jahren und fast vier Jahren der Friedensverhandlungen unter Vermittlung Kubas haben der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos und der FARC-Führer Timoleón Jiménez "Timoschenko" am 26. September eine 297-seitige Vereinbarung in Cartagena unterzeichnet. Die FARC-Rebellen werden die nächsten sechs Monate unter UN-Aufsicht ihre Waffen niederlegen. Gegen das Friedensabkommen mit den Rebellen von der FARC (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) votierten rund 50,2 Prozent der Bürger.