Russland und USA wollen Kiew mehr unter Druck setzen

Ukrainischer Präsident Petro Poroshenko, US-Botschafter in der Ukraine  Geoffrey R. Pyatt und stellvertretende US-Außenministerin für Europa und Eurasien Victoria Nuland
Ukrainischer Präsident Petro Poroshenko, US-Botschafter in der Ukraine Geoffrey R. Pyatt und stellvertretende US-Außenministerin für Europa und Eurasien Victoria Nuland
Der Berater des russischen Präsidenten, Wladislaw Surkow, und die Assistentin des US-Außenministers, Victoria Nuland, haben bei ihrem Treffen in Moskau die Truppenentflechtung im Donbass besprochen, schreibt RIA Novosti. Dabei sei „das Verständnis dafür, dass Kiew seine Verpflichtungen im Rahmen des Minsker Abkommens nicht erfüllt, erweitert worden“, kommentierte dazu der Kreml-Sprecher, Dmitri Peskow. Die Seiten hätten sich darauf geeinigt, einen höheren Druck auf die Ukraine auszuüben.

Im September einigte sich die Kontaktgruppe in Minsk auf ein Auseinanderführen der Truppen im Osten der Ukraine. Am 3. September sei die Truppenentflechtung nicht gelungen. Das ukrainische Militär und Vertreter der selbsternannten Republiken Donezk und Lugansk warfen einander vor, zur Waffenruhe und zum Abzug der Militärtechnik nicht bereit zu sein. Die OSZE-Beobachter konnten ihre Tätigkeit an den für die Demilitarisierung vorgesehenen Abschnitten nicht aufnehmen.