VR Donezk: Ukrainische Hacker greifen Rentenfonds-Datenbank an, Zahlungen gesperrt

Unbekannte ukrainische Hacker sind in die Datenbank des Pensionsfonds in der selbsternannten Volksrepublik Donezk eingebrochen und haben das System gesperrt, berichtet die Donezker Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Vorsitzerin des Fonds, Galina Sagajdakowa. Die Auszahlungen an die Einwohner seien zeitlich eingestellt worden.

Seit Juli 2014 zahlt die ukrainische Regierung den friedlichen Bürgern des Donbass keine Sozialleistungen. Eine Zeit lang fuhren die Rentner aus der Region in die Zentralukraine, um dort ihre Renten abzuholen. Der Minister für Sozialpolitik, Pawlo Rosenko, hat diesen "Renten-Tourismus" verboten. Wenn die Leute Renten bekommen wollten, müssten sie ihm zufolge auf dem Territorium leben, welches von der Ukraine kontrolliert werde. Die Vize-Sprecherin des ukrainischen Parlaments und Vertreterin der Ukraine in der Minsk-Kontaktgruppe, Irina Geraschenko, bezeichnete alle, die in den nicht von der Ukraine kontrollierten Gebieten leben, als "tote Seelen".