Fast 100 Tonnen Öl in die Nordsee geflossen

Das britische Ölunternehmen BP meldete ein Leck von etwa 95 Tonnen Öl in die Nordsee. Auf seiner Webseite bestätigte der Konzern, dass am Sonntag, dem 2. Oktober 2016, um ungefähr 10:00 Uhr das Öl wegen technischer Störungen auf der Plattform Clair in die See geflossen ist. Die Plattform ist zur Trennung von Komponenten der Produktionsflüssigkeit – Wasser, Öl und Gas – bestimmt.

Dies ist nicht die erste Havarie durch BP. Im Jahr 2010 geschah auf der BP-Plattform Deepwater Horizon einer der schwersten Ölunfälle der Geschichte. Durch die Explosion traten aus dem Bohrloch etwa 800 Millionen Liter Erdöl in den Golf von Mexiko aus, so dass die Havarie als „Ölpest“ bezeichnet wird. Die Schadensersatzzahlungen in Höhe von insgesamt 18,7 Milliarden Dollar, was der höchste Wert in der US-Geschichte ist, brachten das Unternehmen in Existenznot.