Das Pentagon soll bei einer britischen PR-Agentur gefälschte Al-Kaida-Videos bestellt haben

Das US-Nachrichtenportal "The Daily Beast" behauptet, dass das US-Verteidigungsministerium während des Irak-Krieges bei der britischen PR-Agentur "Bell Pottinger" gefälschte Al-Kaida-Videos bestellt habe. Das Blatt beruft sich dabei auf das Büro für Investigativen Journalismus (TBIJ), dem zufolge das Pentagon in der Zeitspanne von 2007 bis 2011 der Firma rund 540 Millionen Dollar gezahlt habe, damit die PR-Agentur unter anderem falsche Al-Kaida-Videos und falsche Nachrichten herstelle.

Laut "The Daily Beast" leugnet das US-Verteidigungsministerium nicht, mit der Firma "Bell Pottinger" zusammengearbeitet zu haben. Die Behörde behauptet aber, dass das ganze Material "wahrheitsgetreu" gewesen sei.

Nach Angaben des Internet-Portals wurde der Irak-Krieg für viele PR-Agenturen zu einer Fundgrube: In der Zeitspanne von 2006 bis 2008 arbeiteten im Irak ungefähr 40 Unternehmen, die allerlei Videos, Webrung und Meinungsumfragen produzierten.