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Die Empörung über Trumps Journalisten-Bashing ist verlogen

Die Empörung über Trumps Journalisten-Bashing ist verlogen
Zur Sache, Schätzchen? Acosta und Trump in der Pressekonferenz.
Donald Trump liefert sich in einer Pressekonferenz ein Wortgefecht mit einem Reporter und entzieht ihm die Akkreditierung. Die Empörung ist groß, auch hierzulande. Die Kritik der Medien wäre glaubwürdiger, wenn sie nicht ständig mit zweierlei Maß messen würden.

von Andreas Richter

Donald Trump liefert sich während einer Pressekonferenz ein hitziges Wortgefecht mit dem CNN-Reporter Jim Acosta. In der Folge entzieht das Weiße Haus dem Journalisten die Akkreditierung. Nun ist die Empörung groß, vor allem auch in Deutschland.

Die hiesigen Mainstream-Medien sind sich einig: Sie kritisieren Trump für seine Angriffe auf Acosta und dessen Aussperren aus dem Weißen Haus. Acosta dagegen wird als Verteidiger der Pressefreiheit gefeiert. "ER treibt Trump mit kritischen Fragen in die Enge", titelt Bild etwa voller Ehrfurcht vor der "Reporter-Legende". Ähnlich ist der Tenor bei Spiegel und Welt.

Nach Wortgefecht mit Trump - Akkreditierung für CNN-Reporter entzogen

Natürlich ist die Frage berechtigt, ob Trumps Verhalten für ein Staatsoberhaupt angemessen ist. Allerdings drängt sich wieder einmal der Eindruck auf, dass hier auf Trump eingeprügelt wird, weil er Trump ist. Und Acostas Verhalten war tatsächlich unverschämt. Mit seiner aufdringlichen Selbstdarstellung und der Stilisierung als hartnäckigster Gegner des Präsidenten ist er sicher kein journalistisches Vorbild.

Nur zur Erinnerung: Vor etwa anderthalb Jahren entzog der heutige französische Präsident und damalige Wahlkämpfer Emmanuel Macron den russischen Medien RT und Sputnik die Akkreditierung zu seinem Wahlkampfteam. Der Vorwurf: Sie würden "schamlose Lügen" verbreiten. Die Vorwürfe waren unbegründet. Die Reaktion der deutschen Medien? Alles normal, schließlich handelte es sich um Macron und um russische Medien. Auch der Faktenfinder der Tagesschau fand nichts auszusetzen.

Es würde der Glaubwürdigkeit der Mainstream-Medien nützen, ihre Darstellung stärker an den Fakten auszurichten und weniger daran, ob der Protagonist Freund oder Feind ist. Solange sie das nicht tun, bestätigen sie im Grunde Donald Trumps Aussage: "Ihr seid Fake News!"

Mehr zum Thema - Von Fake News zu Volksfeind - Schlagabtausch nach Treffen von Trump und New-York-Times-Herausgeber

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