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Daniel Ortega im Exklusiv-Interview: "Es war für die USA inakzeptabel, uns in Ruhe zu lassen"

Daniel Ortega im Exklusiv-Interview: "Es war für die USA inakzeptabel, uns in Ruhe zu lassen"
Daniel Ortega im Exklusiv-Interview für RT: "Es war für die USA inakzeptabel, uns in Ruhe zu lassen"
Seit Mitte April kommt Nicaragua nicht zur Ruhe. RT hat mit dem Präsidenten des zentralamerikanischen Staates, Daniel Ortega, über Ursachen und Hintergründe der blutigen Proteste gesprochen. Dem Politiker zufolge wollen die USA seine Regierung dämonisieren.

Nicaraguas Präsident Daniel Ortega stellte im Gespräch mit RT fest, dass es heute zwei entgegengesetzte Versionen in Bezug auf die Ereignisse in seinem Land gebe. Um die Hintergründe der gewaltigen Demonstrationen gegen seine Regierung zu erklären, wies der Politiker auf zahlreiche Versuche der Vereinigten Staaten hin, "Nicaragua einzuverleiben". Der US-Expansionismus könne der Sandinistischen Nationalen Befreiungsfront (FSLN) den Sturz des US-hörigen Diktators Anastasio Somoza Debayle im Jahr 1979 nicht verzeihen.

Auf die Ereignisse von 1979 haben die USA mit einem Krieg geantwortet. Der Krieg wurde persönlich von Präsident Reagan unterstützt. Das war ein Blutbad mit mehr als 50.000 Toten in der Zeitspanne von 1979 bis 1990", so Daniel Ortega.

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Der nicaraguanische Staatschef teilte im Interview mit, dass seiner Regierung seit dem Jahr 2007 gelungen war, gute Beziehungen zu Unternehmern zu knüpfen, um Investitionen ins Land zu locken. Dieser Schritt sei in den Vereinigten Staaten dämonisiert worden. Washington habe Millionen US-Dollar gepumpt, um NGOs und Medien in Nicaragua zu finanzieren und somit die Regierung zu untergraben.

Wir haben uns schon immer um normale Beziehungen zu den USA bemüht, aber immer eine Aggression als Antwort bekommen. Sie fordern Gehorsam oder gar Willfährigkeit. Wenn man ihnen nicht gehorcht, wenn man sich ihnen nicht unterwirft, kommt es zu einer Aggression", sagte der Politiker.

Der unmittelbare Auslöser der blutigen Proteste war eine Sozialreform gewesen, die nach der Meinung des Präsidenten "unerlässlich" gewesen sei. Daniel Ortega zufolge hätten die Demonstrationen ziemlich friedlich begonnen. Bald hätten sich ihnen aber bewaffnete Gruppen angeschlossen.

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Zugleich hätten die Vereinigten Staaten die nicaraguanischen Unternehmer mit Sanktionen bedroht, sollten sie mit der Regierung zusammenarbeiten. Daniel Ortega verglich diese Strafmaßnahmen mit dem Magnitski-Gesetz, das gegen Russland eingesetzt worden war. Auf diese Weise habe Washington versucht, das Verständnis zwischen der Staatsführung und dem Unternehmertum zu stören, das für die Entwicklung jedes Landes äußerst wichtig sei.

Eine der schlimmsten Strafen war, dass man uns aus einem zentralamerikanischen Projekt ausgeschlossen hat, welches das Kleinunternehmertum fördert und die Lebensbedingungen der verarmten Menschen verbessert. Es heißt „Herausforderung des Millenniums“. Man hat uns das entsprechende Konto gesperrt und uns mit Sanktionen belegt", teilte der Präsident mit.

Daniel Ortega wies auch darauf hin, dass Nicaragua infolge der Proteste komplett lahmgelegt worden sei. Der Präsident prangerte auch Verbrechen und Folter an, die einige Oppositionelle gegenüber Sandinisten begangen hatten. Ein grausamer Tod eines seiner Anhänger erinnerte ihn an ein Video der Terrormiliz "Islamischer Staat". Der Politiker versprach eine Untersuchung solcher Fälle, die im gesetzlichen Rahmen erfolgen werde.

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