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Fake News – Pentagon brüstet sich mit Sieg über ISIS (III)

Fake News – Pentagon brüstet sich mit Sieg über ISIS (III)
Während der russische Präsident Putin den Abzug großer Teile der russischen Militärkontingents aus Syrien angeordnet hat, hat Washington seine Absicht bekräftigt, die US-Truppenstärke in Syrien zu vervierfachen.
Im diesem dritten Teil schließt sich der Kreis. Washington unter Präsident Obama hat das Monster ISIS als nützlichen Feind geschaffen und hochgerüstet. Die russische Hilfe für Assad hat den Spieß umgekehrt. Nun versuchen die Kriegsverbrecher im Pentagon und in der CIA wenigstens ihre gut ausgebildeten ISIS-Fachkräfte zu retten, für eine spätere Wiederverwendung.

von Rainer Rupp

Es ist noch unklar, welche Drogen der Pentagon-Sprecher genommen hatte, als er am 5. Dezember die Vernichtung des „Islamischen Staates“ in Syrien als alleinigen Verdienst der USA reklamierte. Auch ihm dürfte nicht entgangen sein, dass führende Kreise der Washingtoner Machtelite in den Monaten zuvor alles getan hatten, um das Ende des ISIS hinauszuzögern und dann, als die Vernichtung der ISIS-Strukturen unter den Schlägen der Syrisch-Arabischen Armee (SAA) und der russischen Luftwaffen nicht mehr abzuwenden war, haben Spezialkräfte des Pentagon in Zusammenarbeit mit der CIA Duzende von ISIS-Kommandeure und ausgesuchte Kämpfer mit Hubschraubern aus den einschlossen Gebieten ausgeflogen oder sie auf andere Weise vor dem Zugriff der SAA und der Russen in Sicherheit gebracht.

Jüngst berichtete der US-Sender “Fox News” über eine typische “Auseinandersetzung” zwischen ISIS und US-Militär in Syrien:

Hunderte von ISIS-Kämpfern waren gerade aus einer nordsyrischen Stadt vertrieben worden und flohen in langen Fahrzeugkonvois durch die Wüste. Für die US-Schlachtflugzeuge vom Typ A-10 ‚Warzenschwein‘ stellten sie ein leichtes Ziel dar. Aber die Befehle, die schwarz gekleideten Dschihadisten zu bombardieren, kamen nicht. Schließlich waren die Terroristen mit dem Terrain verschmolzen oder in Dörfern ihres Kalifats verschwunden. Sie lebten, um an einem anderen Tag weiter zu kämpfen.

Am 7. Dezember dieses Jahres berichtete die britische Nachrichtenagentur Reuters aus Ankara über ein Interview mit Talal Silo, ein in die Türkei übergelaufener Kommandeur der „Syrian Democratic Forces“. Diese „Syrischen Demokratischen Kräfte“ sind eine Neuschöpfung der Amerikaner und gemeinsam mit YPG-Kurden operieren sie unter US-Kontrolle im Osten Syriens. Laut Reuters berichtete Silo, dass die Amerikaner gemäß einem geheimen Deal mit ISIS Tausende von Kämpfern der Terror-Miliz aus der IS-Hochburg Rakka im Südosten Syriens unversehrt und schwer bewaffnet haben entkommen lassen. Offensichtlich ging es darum, ISIS-Einheiten an anderer Stelle im Kampf gegen Präsident Assads Syrisch Arabische Armee zu verstärken.

In Syrien wurde der

So verwundert es auch nicht, dass US-Spezialkräfte, unterstützt von Einheiten aus verbündeten westlichen und arabischen Golfstaaten, auf syrischem Territorium weiterhin Terroristen unterschiedlicher Zusammensetzung, darunter auch versprengte ISIS-Kämpfer, mit offenen Armen auffangen und für weitere Kämpfe gegen die Assad-Regierung ausbilden. Das geht aus einer Erklärung des russischen „Zentrums für die Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien“ hervor, das bisher mit großem Erfolg im ganzen Land lokale Friedensabkommen vermittelt hat.

Ein Beispiel für die ungebrochene Fortsetzung der Unterstützung der Halsabschneider sei die Tatsache, dass die US-geführte pro-Terror Koalition in Syrien seit über einem halben Jahr ein Flüchtlingslager in der syrischen Provinz Al-Hasaka in einen Stützpunkt zur Ausbildung neuer der Kämpfer umfunktioniert hat. Dort sei unter Leitung von US-Instrukteuren aus unterschiedlichen Terroristengruppen eine neue Terror-Miliz unter dem Namen „Neue syrische Armee“ formiert worden. Aktuell befänden sich in dem Lager etwa 750 Kämpfer. Laut dem russischen Versöhnungszentrum stammen diese Informationen hauptsächlich von Flüchtlingen, die aus dem Lager in die von der Syrisch Arabischen Armee mit Hilfe der Russen von ISIS befreiten Gebiete zurückgekehrt sind, heißt es in der von Sputnik am 16. Dezember 2017 verbreiteten Erklärung des Zentrum weiter.

In dieses Bild passt natürlich eine Meldung der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti vom 7. November dieses Jahres wie die Faust aufs Auge. Demnach sind über ein Dutzend ISIS-Kommandeuren kurz vor der Befreiung der syrischen Stadt und Terroristen-Hochburg al-Mayadin durch die Syrisch Arabische Armee von mehreren Hubschraubern abgeholt und zu einem unbekannten Ziel ausgeflogen worden. So erklärte z.B. der ortsansässiger Hirte und Augenzeuge Muhammad Awad Hussein gegenüber RIA Novosti:

Amerikanische Militärflugzeuge machte zuerst ein Manöver in der Nähe einer Mayadin-Farm [wo sich das lokale Hauptquartier des ISIS befand]. Dann fand ein Luftangriff statt. Wir haben versucht, uns zu verstecken und dann sahen wir, wie mehrere US-Hubschrauber kommen. Da waren ausländische ISIS-Kommandeure die vor ihrem Hauptquartier warteten ... Die Hubschrauber brachten sie dann von Mayadin weg.

Ein weiterer ortsansässiger Augenzeuge, ein 79-jähriger Mann, der in der syrischen Armee gedient hatte und zwischen amerikanischer oder anderer Luftwaffe unterscheiden kann, sagte gegenüber RIA Novosti, er habe gesehen, wie Autos zwei ausländische ISIS-Kommandeure mit ihren Familien von Mayadin zum Hauptquartier der Terroristengruppe transportierten, "woraufhin Hubschrauber eintrafen und sie in eine unbekannte Richtung brachten.“

Das war nicht das erste, aber sicherlich auch nicht das letzte Mal, dass „hochwertige” ISIS-Kommandeure von den Amerikanern vor dem Zugriff der SAA oder der Russen gerettet wurden. Unter dem Titel: „USA setzten die Evakuierung von ISIS aus Ostsyrien fort“, berichtete am 27. August 2017 yournewswire.com unter Berufung auf die in England angesiedelte „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR)“, dass „am Sonntag Helikopter der US-Regierung in der Region al-Tabni im westlichen Deir Ezzor gelandet seien und eine Reihe europäischer ISIS-Kämpfer mit unbekanntem Ziele wegebracht habe“. Weiter habe SOHR berichtet, dass zwei US-Hubschrauber am Donnerstagmorgen vier ISIS-Kämpfer und einen Zivilisten aus einem Haus, das als Waffenlager gedient habe, abgeholt hätten.

Bereits am 16. März berichtet bsnews unter Berufung die arabischsprachige Nachrichtenwebseite al-Hadath, dass „mehrere US-Militärhubschrauber auf Kilometer 10 der Straße, die Deir-Ezzor und Hasaka verbindet, gelandet seien und eine Reihe von ISIS-Befehlshaber aus der Region evakuiert hätten.“

All dies zeigt, dass die US-Rettungsaktionen für ISIS-Kommandeure nicht erst jüngsten Datums sind. Relativ neu dagegen waren in den letzten Wochen die zunehmenden US-Versuche, russische Militärflugzeuge bei der Bekämpfung von ISIS-Terroristen zu behindern, und zwar mit Hilfe von gefährlichen Flugmanövern. Mehr dazu kann man auch über diesen Link zur Webseite der US-Militär-Veteranen finden. In einem klassischen Beispiel für Schutzpe beschuldigt anschließend die US-Luftwaffenführung die Russen, sich nicht an die Flugvorschriften zu halten, die Zusammenstöße verhindern sollen. Die Definition von Schutzpe ist, wenn ein Mörder, der seine Eltern umgebracht hat, in seinem letzten Wort vor seiner Verurteilung den Richter um Milderung bittet, weil er ja jetzt ein Waisenkind ist.

Die vielen in diesem Artikel angeführten Beispiele stellen lediglich einen ein Querschnitt dar über die Fülle von Augenzeugenberichten über die Nothilfe, welche die US-Kriegsverbrecher ihren Terrorschützlingen angedeihen lässt. Und zu einem Zeitpunkt, zu dem Präsident Putin den Abzug großer Teile der russischen Militärkontingents aus Syrien angeordnet hat, hat Washington seine Absicht bekräftigt, die US-Truppenstärke in Syrien zu vervierfachen, angeblich "zur Stabilisierung der befreiten Gebiete".

Nur ein von „Anti-Amerikanismus“ besessener Schurke kann dahinter böse Absichten vermuten.

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