Quantitative Lockerung bei Fußball-Transfers: Zu viel Geld - ein schlechtes Zeichen

Quantitative Lockerung bei Fußball-Transfers: Zu viel Geld - ein schlechtes Zeichen
Symbolbild
Es gibt zwei Ereignisse, über die zurzeit auf Sportwebseiten weltweit gesprochen wird. Beide sind mit dem Fußball verbunden und scheinen auf den ersten Blick einfach komisch zu sein. Zwei Nachrichten auf einmal über bevorstehende Riesen-Transfer schockierten die Fußballwelt.

Der französische Paris Saint-Germen will für den Barça-Star und Spieler der brasilianischen Nationalmannschaft Neymar 220 Millionen Dollar zahlen. Real Madrid will den Monaco-Jungstar Mbappe für 180 Millionen Euro holen. Diejenigen, die weit vom Fußball sind, können da mit den Schultern zucken, als ob nichts Außenordentliches passierte.

Fans reden viel von Fußballaspekten solcher Star-Transfers. Es gibt jedoch eine andere Meinung: Diese zwei Deals sind ein sehr schlechtes Zeichen, und der Fußball an und für sich hat damit nichts zu tun. Es geht nämlich darum, dass sowie 180 Millionen Euro, als auch 220 Millionen Dollar für einen Fußballspieler undenkbare, absolut unlogische Summen sind, die vor etwa fünf Jahren unvorstellbar waren. Erst vor kurzem schienen 100 Millionen etwas Unerreichbares zu sein.

Wie kann ein Fußballspieler eigentlich so viel kosten? Jeder von ihnen, sogar dreimal so gut wie Neymar, ist nur ein Mensch mit zwei Beinen und einem Kopf. Der Mensch kann krank sein, er kann sich verletzen, depressiv sein oder von Hooligans angegriffen werden. Und was sind diese 220 Millionen Dollar?

Ungefähr so waren die Produktionskosten des Hollywood-Superhits aller Zeiten "Avatar". Und ein Film solches Ausmaßes ist ein enormer hochmoderner und höchst komplizierter Betrieb, an dem sich Tausende Menschen beteiligen. Dabei wird sehr viel Technik eingesetzt. Und dazu auch wahnsinnige Honorare für Schauspieler! Man kann einen Kassenschlager das ganze Jahr lang drehen – und danach wird er sehr lange Milliardengewinne bringen.

Und was ist ein Neymar im Unterschied zu "Avatar"? Nur ein Mensch, auch wenn er meisterhaft den Ball schlagen kann. Kann er so viel Geld, wie "Avatar" bringen? Sicher nicht. Die Fußballausgaben nehmen exponentiell zu – und die Rentabilität des Fußballs steigt nicht verhältnismäßig. Eher umgekehrt.

Warum sind denn die Preise so hoch? Es gibt nur eine Antwort: Quantitative Lockerung. Das ist das Ergebnis der Strategie der Europäischen Zentralbank sowie des Zentralbanksystems der USA. Man hat zu viel Dollar und Euro gedruckt, und reiche Clans haben enorme Währungsvorräte. Sie haben keine Ahnung, was damit zu tun ist. Welche Folgen könnte das haben? Niemand weiß genau, aber sicher nicht nur ein Preisanstieg auf dem Fußballmarkt.

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