Willy Wimmer zu G20: Bürgerkriegsrandale sollte Treffen von Putin und Trump verhindern

Willy Wimmer zu G20: Bürgerkriegsrandale sollte Treffen von Putin und Trump verhindern
Der langjährige Parlamentarische Staatssekretär und Bundestagsabgeordnete Willy Wimmer betrachtet das Treffen zwischen Trump und Putin als wichtigste Zusammenkunft im Rahmen des G20-Gipfels. Was die Krawalle anbelangt, werfen diese einige heikle Fragen auf.

Wie bewerten Sie die Ergebnisse des G20-Gipfels inhaltlich?

Also, das ist möglicherweise die wichtigste internationale Konferenz gewesen, die wir seit Jahrzehnten erlebt haben, und zwar aus mehreren Gründen: Natürlich wegen der Ergebnisse dieser Konferenz auf dem ganzen Feld zwischen Klima-Verträgen und der Situation in Afrika, aber von zentraler Bedeutung war eigentlich nur das Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Putin und dem amerikanischen Präsidenten Trump.

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Und die ganzen chaotischen Verhältnisse, wie wir sie in Hamburg gesehen haben, die fast bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen, schienen irgendwie zu dokumentieren,  was in den Vereinigten Staaten alles unternommen worden ist, um es nicht zu diesem Treffen zwischen den beiden Präsidenten kommen zu lassen. Von diesem Treffen, das muss man in aller Deutlichkeit sagen, hing im Vorfeld dieser Konferenz in Hamburg eigentlich die weitere Entwicklung unserer Erde ab.

Das die beiden Präsidenten sich offensichtlich gut verstanden haben, und auch zu konkreten Überlegungen im Zusammenhang mit Syrien gekommen sind, unterstreicht aus meiner Sicht das, was ich grade gesagt habe. Und die Auseinandersetzungen, die derzeit in Washington nach der Rückkehr des amerikanischen Präsidenten dort ablaufen, machen deutlich, mit welcher Situation wir es auf dem Globus deshalb zu tun haben, weil in den Vereinigten Staaten ein Machtkampf abläuft, wie die Welt ihn seit langem nicht mehr gesehen hat.

Wie bewerten Sie die Organisation des Gipfels, die Protestaktionen und die Polizeiarbeit?

Man muss sich natürlich fragen ob unsere Innenminister blind sind, denn das, was wir als Bürger in Hamburg erlebt haben, machte ja deutlich, dass offensichtlich aus ganz Europa Bürgerkriegsverbände zusammengezogen worden sind, um in Hamburg die Stadt in Schutt und Asche zu legen, wenigstens in einigen Stadtbezirken.

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Und wenn man vor diesem Hintergrund sich vergegenwärtigt, welchen gewaltigen Kontrollapparat wir inzwischen in Westeuropa haben, was alles unternommen wird, um die Bürger auszuforschen, zu bespitzeln, und unter Druck zu setzen, dann muss man sich natürlich fragen, wozu alle diese technischen und politischen Möglichkeiten gut sind, wenn sich völlig ungehindert Tausende, um nicht zu sagen  Zehntausende von Bürgerkriegsrandalierern in Europa auf den Weg nach Hamburg machen können.

Was soll eigentlich gemacht werden, soll der Bürger und soll die Stadt Hamburg geschützt werden? Oder soll etwas demonstriert werden, was man lieber nicht ausspricht?

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