Offizielle 9/11-Theorie im freien Fall: „Die Geschichte muss neu geschrieben werden"

Für die Kameras trauern sie am zehnten Jahrestag der Anschläge - Was wissen George W. Bush und Barack Obama?
Für die Kameras trauern sie am zehnten Jahrestag der Anschläge - Was wissen George W. Bush und Barack Obama?
Vor zwei Wochen auf RT Deutsch – nun auch im deutschen Mainstream: Die offizielle Variante der Anschläge vom 11. September 2001, mit der auch die Angriffskriege auf Afghanistan und Irak begründet wurden, lässt sich nicht länger aufrechterhalten. Den neuen Enthüllungen ist eine Art Rosenkrieg zwischen Saudi-Arabien und dem US-Senat vorausgegangen. "Die Geschichte von 9/11 muss neu geschrieben werden" lauten nun die Schlagzeilen in den deutschen Medien. Dann mal los.

Von Florian Hauschild

Es ist mittlerweile zu einer kleinen Tradition geworden, dass Enthüllungen, die zuerst bei RT International und RT Deutsch vermeldet werden, mit rund zweiwöchiger Verspätung plötzlich im deutschen Mainstream auftauchen - freilich ohne Quellenverweis. Aber immerhin, so scheint es, sind doch einige Journalisten gewillt, den Vorwurf der „Lügenpresse“ loszuwerden.

So nun auch bei dem heiß umstrittenen Thema 9/11, bei dem, wie bei keinem zweiten, journalistische Standards aufs Gröbste verletzt wurden. Ein ganzer Berufszweig gab sich fast ausnahmslos der Lächerlichkeit preis, indem er die plumpe Propaganda der US-Regierung unkritisch wiederkäute.

Der 11. September: In vielerlei Hinsicht ein historisches Datum

Zu allem Überfluss wurden dann auch noch von denselben Medien kritische Stimmen, die Zweifel an der offiziellen 9/11-Thoerie formulierten, als „Verschwörungstheoretiker“ gebrandmarkt, aufs Arroganteste als Spinner abgestempelt und so aus dem Diskurs gedrängt. Das Vertrauen wird sich so leicht nicht zurückgewinnen lassen.

Eine lobenswerte Ausnahme im deutschen Medienzirkus ist jedoch die ARD-Sendung Monitor, deren Redaktionsleitung Georg Restle innehat. Dieser wartete gestern mit einer Pressemitteilung auf, deren Überschrift einschlägt wie eine Bombe: „MONITOR-Exklusivinterview: ´Die Geschichte von 9/11 muss neu geschrieben werden´“, heißt es da. Diese Aussage stammt nicht von irgendjemandem, sondern von Bob Graham, dem ehemaligen Vorsitzenden der offiziellen 9/11-Untersuchungskommission von US-Senat und Repräsentantenhaus. Fast 20 Jahre war Graham für die Demokraten Senator im US-Kongress und darüber hinaus auch Vorsitzender des Geheimdienstausschusses.

Jeder, der sich auch nur rudimentär mit dem Thema 9/11 beschäftigt, sieht, dass der offizielle 9/11-Commission-Report ein Witz ist. Journalisten, die diesen Untersuchungsbericht unhinterfragt ernst nehmen, haben entweder ihren Beruf verfehlt oder werden fürs Lügen bezahlt. So kommt der Zusammenbruch von Gebäude WTC7 – der dritte Turm, in den gar kein Flugzeug geflogen ist – in der Untersuchung erst gar nicht vor. Geschwärzt sind zudem 28 hochbrisante Seiten zum Thema „Ausländische Unterstützung“.

Dass rund drei Viertel der mutmaßlichen 9/11-Attentäter aus Saudi-Arabien kamen, verschwieg nicht einmal der offizielle Bericht. Schon vor 15 Jahren war damit jedem denkenden Beobachter klar, dass sich weder der Angriff der USA auf Afghanistan und noch weniger der auf den Irak mit 9/11 begründen ließ. Der damalige US-Präsident George W. Bush tat dies trotzdem und der deutsche Mainstream folgte ihm meist beflissentlich.

Doch woher kamen die Unterstützer der 9/11-Attentäter wirklich? Darüber geben die besagten 28 Seiten des Commission Report Aufschluss. Es wäre interessant, diese zu lesen, doch George W. Bush – dessen Familie traditionell beste Beziehungen nach Saudi-Arabien pflegt – ordnete persönlich die Schwärzung dieses zentralen Teils der Untersuchung an. Nur ein „Freundschaftsdienst“ oder führt die Spur von Saudi-Arabien später auch wieder zurück in die USA?

Gleich zu Beginn des Monitor-Beitrags lässt Bob Graham nun verlauten:

Ja, die Geschichte von 9/11 muss neu geschrieben werden, weil es eine Unterstützergruppe gab, die die Anschläge erst möglich gemacht hat.

Als Vorsitzender der Untersuchungskommission hatte Graham Einblick in das brisante Material und bestätigt vor laufenden Kameras des ARD-Monitor-Teams:

Auf den 28 Seiten geht es vor allem darum, wer die 9/11-Attentäter finanziert hat und die Erkenntnisse zeigen eindeutig auf Saudi-Arabien.

Monitor fragt nach:

Sprechen wir über Einzelpersonen, die Regierung, über Wohltätigkeitsorganisation?

Graham:

Über alle diese.

Klarer geht es eigentlich nicht: Die offizielle Untersuchung ergab, dass die logistische Zentrale der 9/11-Anschläge bis in höchste saudische Regierungskreise reichte und US-Präsident Georg W. Bush – dessen Familie seit jeher intimste persönliche Verbindungen nach Riad pflegt – sorgte dafür, dass diese Erkenntnisse zensiert wurden. Anschließend wurden in einer beispiellosen Medienkampagne alle Stimmen, die weiterhin Zweifel anmeldeten, diskreditiert und es wurden zwei Länder überfallen, die zwar nichts mit den Anschlägen zu tun hatten, jedoch sowohl für Saudi-Arabien, wie auch für die USA aufgrund ihrer Ressourcen und Pipeline-Routen höchst interessant sind. Auch der jetzige US-Präsident, Barack Obama, weigert sich, die explosiven 28 Seiten freizugeben.

Bereits mehr als 50 aktive und ehemalige Senatoren haben sich deshalb Grahams Forderung angeschlossen, den Fall 9/11 neu aufzurollen. Der Republikaner Thomas Massie, der die fraglichen 28 Seiten lesen durfte, berichtet sogar davon, dass aufgrund dieser Lektüre sein gesamtes bisheriges Geschichtsverständnis eine Neuordnung verlange. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung sowie die Frankfurter Rundschau griffen den Bericht von Monitor heute bereits auf.

Dass der Knoten bei der Aufklärung eines der größten Verbrechen der Nachkriegsgeschichte nun geplatzt ist, geht auf eine Art Rosenkrieg zwischen Saudi-Arabien und dem US-Senat zurück, der vor kurzem ein Gesetz auf den Weg gebracht hat, dass es Opferfamilien erlaubt, andere Staaten wegen deren Beteiligung an Terroranschlägen zu verklagen. Auch hier versuchte das Weiße Haus zu intervenieren. Zudem kündigte Obama an, dass er das Gesetz - welches auch 9/11-Opferfamilien erlaubt, Saudi-Arabien zu verklagen - nicht unterschreiben wird.

Aus Riad kam zudem die Drohung, man werde US-Finanzpapiere im Wert von 750 Milliarden Dollar auf den Markt werfen, sollte das Gesetz nicht gestoppt werden. Unser Gastautor Rainer Rupp hat dazu schon Mitte April einen ausführlichen Hintergrundartikel auf RT Deutsch verfasst.

Das Gesetz befindet sich weiter in der Schwebe, führte aber dazu, dass die mediale Front des offensichtlichen 9/11-Lügengebäudes nun einstürzt. Schon am 16. Mai 2016 berichtete RT Deutsch über die Enthüllungen Bob Grahams, die Monitor nun aufgegriffen hat.

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Der Fall 9/11 ist damit natürlich längst nicht geklärt. Auch wenn eine Regierungsbeteiligung Saudi-Arabiens an den Anschlägen nun praktisch belegt ist, stellt sich weiterhin die Frage, welche Rolle die verschiedenen US-Regierungen von Bush und Obama bei der Ausführung und Vertuschung der Attentate spielten und spielen.

Auch die US-Geheimdienste gilt es noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Aufschluss über die Hintermänner des geschichtsträchtigen Ereignisses können auch auffällige Finanztransaktionen geben, die kurz vor dem Einschlag der Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers erfolgten.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass all diese Fragen nun – nach 15 Jahren – endlich auch in den deutschen Leitmedien thematisiert werden. Mindestens zwei Wochen früher wird davon jedoch auf RT Deutsch zu lesen sein.