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Hauptstadt des Versagens: Berlin erlässt Maskenpflicht für Büros

Hauptstadt des Versagens: Berlin erlässt Maskenpflicht für Büros
Maskengläubig: Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) und der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) im August 2020
Berlins Senat zeigt, was er kann. Ab diesem Wochenende müssen Beschäftigte nun auch in Berliner Büros Maske tragen, sobald sie ihren Arbeitsplatz verlassen. Sachlich zu rechtfertigen ist das nicht. Aber es geht ja auch um Symbole. Und damit kennt man sich in Berlin aus.

von Andreas Richter

Das Land Berlin, so lief es am Dienstagabend über den Ticker, hat das Tragen von Masken in Bürogebäuden verordnet. Am Schreibtisch – Ramona Pop und Michael Müller sei Dank – darf man den Lappen abnehmen, vorerst noch. Bei Verweigerung, so liest man nun, könne Beschäftigten sogar die Kündigung drohen.

Sogenannte Alltagsmasken zum Tragen während der Corona-Krise. Laut Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte dürfen Angaben der Hersteller solcher Masken nicht auf eine Schutzfunktion gegen SARS-CoV-2 hindeuten,

Dazu sind zwei Sachen zu sagen. Erstens lassen sich diese und die anderen staatlichen Maßnahmen in der Corona-Krise rational nicht mehr rechtfertigen. Die behauptete Notlage gibt es nicht; die Zahlen der tatsächlich Erkrankten – und erst recht die der schweren Verläufe – liegen auf niedrigem Niveau. Die angeblich heranrollende zweite Welle ist eine Testpandemie und sollte Anlass sein, die gegenwärtige Teststrategie infrage zu stellen und zu den Regeln des Nationalen Pandemieplans zurückzukehren.

Die Alltagsmasken bieten – anders als regelmäßig behauptet –, keinen wirksamen Schutz vor Ansteckung, sie können vielmehr selbst zum Gesundheitsrisiko werden. Vor allem sind sie ein Mittel, um die Angst in der Bevölkerung aufrechtzuerhalten. Und das Tragen einer Maske symbolisiert auch die gehorsame Unterwerfung unter das allgegenwärtige Angstregime.

Offenbar wollte der Berliner Senat beim angeblichen Schutz der Bürger vor der angeblichen Pandemie nicht hinter Landesregierungen wie in Bayern und Schleswig-Holstein zurückbleiben. 

Dabei häufen sich in der Hauptstadt andere, die tatsächlichen Probleme nämlich: steigende Kriminalität, eine steigende Zahl von Vergewaltigungen, eine überforderte Polizei (die statt Kriminellen nun auch Maskenverweigerer verfolgt), überlastete Justiz, Wohnungsnot, Obdachlosigkeit, Elend, Verwahrlosung, Vermüllen, zerbröselnde Infrastruktur, kollabierender Verkehr, Parallelgesellschaften und eine überforderte Verwaltung.

Finden, dass Politik und Mainstream-Medien die Lage aufbauschen: Demonstranten gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung (Archivbild)

Wird an irgendeinem dieser Probleme etwas wirksam geändert, wird eines gelöst? Nein, es wird immer schlimmer. Über dieses Elend wird ein bunter Schleier des Schweigens und Nichtstuns gelegt.

Statt Problemlösung gibt es lediglich noch mehr Symbolpolitik, die in diesem Fall nur einen großen Teil derjenigen kujoniert, die in dieser Stadt einer Arbeit nachgehen. Und mit Symbolpolitik kennt man sich aus in der Hauptstadt, das zeigte erst vor kurzem der Leitfaden, mit dem Beamten der "diversitysensible Sprachgebrauch" nähergebracht werden sollte.

Nichts funktioniert, aber bei der "Pandemie-Bekämpfung" ist Berlin ganz vorne mit dabei. Kaum jemals in ihrer Geschichte haben die Institutionen dieser Stadt schlechter funktioniert als heute. Aber hey: Wir sind bunt. Wir haben Platz. Und wir schützen uns!

Gute Nacht, Berlin!

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