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Radikale NFAC-Miliz "glaubt an Gewaltlösung" und will reales Wakanda für alle Afroamerikaner

Radikale NFAC-Miliz "glaubt an Gewaltlösung" und will reales Wakanda für alle Afroamerikaner
Die NFAC, die maskierte und bewaffnete afroamerikanische Miliz, die kürzlich durch den Stone Mountain Park in Georgia marschierte, hält Gewalt und Töten für eine akzeptable Antwort auf Unterdrückung. Ihr Endziel ist es, sich von den USA als eine eigene, nur für Schwarze bestimmte Nation zu lösen.

von Chris Sweeney

Die NFAC (Not F*cking Around Coalition) erregte mit ihrem öffentlichkeitswirksamen Debüt am 4. Juli in den sozialen Medien große Aufmerksamkeit: Der Anblick einer rein afroamerikanischen Miliz, die mit Gewehren und Handfeuerwaffen im Kernland des Ku-Klux-Klans in Stone Mountain marschierte, löste große Aufregung aus.

Doch trotz Spekulationen ist nur sehr wenig über sie bekannt. Es ist nicht einmal klar, wann sie gebildet wurde oder wie viele Mitglieder es gibt.

Um ihre Absichten deutlich zu machen, sprach der Gründer und Anführer der NFAC, Großmeister Jay (wirklicher Name John Fitzgerald Johnson), exklusiv mit RT. Er erklärte:

Es herrscht der Irrglaube, dass wir eine terroristische Gruppe sind und Weiße töten wollen.

Wir sind hier, um die afroamerikanische Gemeinschaft zu schützen, da sie es ist, die angegriffen wird. Niemand schützt afroamerikanische Kinder, Männer und Frauen in Amerika. Was die Gründung der NFAC erforderlich machte, war die Notwendigkeit gegen eine steigende Flut von Polizeibrutalität, rassistischer Brutalität und Ungerechtigkeit im Justizsystem vorzugehen.

Die meisten von uns sind wie ich Ex-Militärs, wir sind keine jungen Menschen aus dem Viertel, wir sind Wähler, wir sind die verantwortungsbewussten Leute, wir sind die Typen mit den guten Jobs.

Jeder Afroamerikaner sei ein "politischer Gefangener" 

Obwohl sie sich selbst als Beschützer sehen, hat Jay ein klares Ziel vor Augen, was er erreichen will – und er spielt es nicht klein.

Er ist der Meinung, dass die Afroamerikaner vom Rest der USA abgespalten werden müssen. Deshalb wollen er und andere einen Befreiungsantrag beim Internationalen Gerichtshof einreichen.

Jay erklärte weiter:

Ich möchte, dass sie jeden Afroamerikaner, der ein Nachkomme des portugiesischen Sklavenhandels ist, zu einem politischen Gefangenen der Vereinigten Staaten erklären. Und die Vereinigten Staaten zu sanktionieren, eines von zwei Dingen zu tun. Das Erste ist, uns hier unser eigenes Land zu geben, damit wir dort unsere eigene Regierung und alles aufbauen können.

Einige haben spekuliert, dass Jay den US-Bundesstaat Texas als dieses Land fordert. Er nannte ihn jedoch nur als Beispiel. Der Schlüsselpunkt sei, Land zu erhalten, das nicht mehr vom Weißen Haus kontrolliert wird.

Die andere Option sei radikaler und die meisten Medien haben sich geweigert, sie zu veröffentlichen, enthüllte Jay:

Es ist eine eklatante Tatsache, dass die Mainstream-Medien in den Vereinigten Staaten die NFAC völlig ignoriert haben. ABC News versuchte, ein Interview mit mir zu führen, fand die Informationen aber zu beängstigend, sodass sie die Story als ein Stück Geschichte über Stone Mountain verscharrten.

Die Mainstream-Medien werden nicht über uns berichten, denn Bilder von organisierten Afroamerikanern mit Waffen würden dem rassistischen Kern Amerikas einen Schauer über den Rücken jagen.

Exodus nur für Schwarze nach Afrika

Mein anderes Ziel ist ein Exodus nach Afrika, um unser Schicksal zu bestimmen und unsere eigene Nation aufzubauen – und einen Sitz in der UNO zu bekommen, wie alle anderen auch. Fünfundvierzig Millionen von uns sind eine Nation innerhalb einer Nation, also können wir uns an einen Ort begeben, an dem zwei uns freundlich gesinnte Länder bereit sind, etwas Land abzugeben.

Das wäre in Afrika – wo wir herkommen – wo wir zahlenmäßig stärker vertreten sind, wo es mehr Ressourcen gibt und wo ich bereits Beziehungen zu einigen der Herrscher dieser Länder unterhalte.

Hypothetisch gesehen möchte ich auf jeder Seite ein Gebiet von etwa 100 Meilen erhalten, es zu einer souveränen Zone erklären und eine Infrastruktur aufbauen.

Der Exodus würde nur Afroamerikaner einschließen. Die NFAC erlaubt nur afroamerikanische Mitglieder. Jay ist der Meinung, dass dies kein schockierendes Eingeständnis sein sollte. Er betonte:

Jede andere Entität hat ihre eigene, wir sind die einzigen Menschen auf dem Planeten, die keine haben. Wenn einem Chinesen in Amerika etwas passiert, empört sich China. Wenn es sich um eine britische Person handelt, hat die Königin etwas dazu zu sagen. Die dunkle Hautfarbe gehört zu keinem Land, wenn also einem Afroamerikaner in Amerika etwas passiert, regt sich niemand auf.

Die Unruhen, die nach dem jüngsten Polizistenmord an dem unbewaffneten Afroamerikaner George Floyd ausbrachen, sind offenbar nicht das, was er im Sinn hat. Er will die Dinge global angehen.

Wir haben keine Identität, man nennt uns Afroamerikaner, aber sagen Sie mir, wo in Afrika? Es gibt 55 Länder in Afrika. Wenn wir unser eigenes Land haben, dann können wir, wenn in Amerika etwas passiert, zur UNO gehen und sagen: 'Das ist eine Verletzung.'

Personen mit nur einem afroamerikanischen Elternteil, könnten einbezogen werden, würden aber von der NFAC auf ihr "Verhaltensmuster" untersucht werden.

Milizkommandeur sagt Bürgerkrieg 2021 und Niedergang der USA voraus – weist Rassismusvorwürfe zurück
(Chris Hill, Gründer des Zweigs der bewaffneten Miliz Security Force III% im US-Bundesstaat Georgia, lädt ein Gewehr bei einer Feldübung. Jackson, Georgia, USA. 29. Juli 2017)

Black Lives Matter-Bewegungglaubt nicht an Gewalt, wir schon

Die NFAC ist nicht aus der "Black Lives Matter"-Bewegung (BLM) hervorgegangen. Jay gehörte zwar der BLM-Bewegung vor einigen Jahren an, sei aber von ihrer Ausrichtung frustriert gewesen. Seiner Ansicht nach ist ein autoritärerer Ansatz der einzige Weg nach vorn. Jay gab zu:

Black Lives Matter repräsentiert nicht die Gefühle der afroamerikanischen Gemeinschaft. Wir haben uns vollständig von ihnen distanziert. BLM glaubt nicht an Gewalt, wir tun es. Wir haben den US-amerikanischen Unabhängigkeitstag gewählt, um diese Botschaft zu senden, da wir Sklaven waren, als das geschah, wir waren keine Mitglieder dieses Landes.

Wir haben 247 Jahre lang versucht hier zu sein, wir hatten den Wiederaufbau, und sie brannten unsere Städte nieder, wir hatten Jim Crow, als sie Hunde auf uns hetzten und uns sagten, dass wir nicht neben ihnen sitzen könnten – wir versuchten es mit positiven Aktionen und sie rollten diese zurück.

Es ist offensichtlich, dass sie uns hier nicht haben wollen.

Radikale NFAC-Miliz "glaubt an Gewaltlösung" und will reales Wakanda für alle Afroamerikaner

Die angebliche Bereitschaft der NFAC zu töten, könnte der Grund dafür sein, warum sie von den Mainstream-Aktivisten gemieden wird. Jay findet das jedoch gerechtfertigt, denn er behauptet, dass seit der Erschießung des 18-jährigen Afroamerikaners Michael Brown im Jahr 2014 durch die Polizei weitere 457 umstrittene Morde verübt worden seien.

US-Stadt bewilligt Reparationen für Afroamerikaner

Der NFAC-Anführer hob hervor:

Wenn jemand in unserer Gruppe eine persönliche Agenda hat und einfach nur ein paar Leute erschießen will, dann sind wir nicht die richtige Gruppe für ihn. Am 4. Juli, bevor wir in den Park gingen, lautete mein Befehl, sie zu töten – nicht auf sie zu schießen oder sie zu verwunden, sondern sie zu töten.

Das war die Sicherheitseinweisung. Ich sagte ihnen, dass wir nichts initiieren sollten, wenn sie uns aber angreifen, dann wird jeder hier draußen jeden in Sichtweite töten. Wir wollen ihre Ausreden nicht mehr hören. Wir wollen nicht mehr hören, dass wir reden oder auf die Grand Jury warten sollen.

Gleichzeitig mit dem Auftritt am Stone Mountain führte die NFAC eine Veranstaltung im Escobar-Park von Phoenix durch. Seitdem, so Jay, sei er von weltweiten Kontakten überschwemmt worden und habe nun internationale NFAC-Sektionen.

Die Identitäten der Mitglieder bleiben jedoch anonym.

Es gibt ein Überprüfungsverfahren, wir überprüfen sie und dann werden sie in die NFAC eingeschworen. Wir sind auch eine Koalition, deshalb wollen einige bestehende Organisationen ebenfalls ein Teil von uns sein, deshalb überprüfen wir auch ihre Mitglieder.

Wir haben unsere Lehren aus verschiedenen Arten von Infiltrationsmethoden gezogen. Deshalb sind wir so geheimnisvoll, was unsere Zahlen betrifft. deshalb kann man nicht herausfinden, wo wir trainieren, deshalb sind wir nicht so offen dafür, Details preiszugeben.

Der einzige Name oder das einzige Gesicht, das bekannt ist, ist meins. Ich spreche [für die NFAC], niemand sonst.

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Rettung Amerikas nicht mehr das Ziel

Im Jahr 2016 kandidierte Jay für das US-Präsidentenamt, fühlte aber, dass seine Kampagne absichtlich beiseitegeschoben wurde. Er betrachtet den afroamerikanischen Kandidaten für das Jahr 2020, Kanye West, als "einen politischen Witz", wies aber darauf hin, dass einige ihn dazu gedrängt hätten, erneut zu kandidieren:

Seit Kanyes Ankündigung habe ich Anrufe erhalten, in denen man mir sagte: 'Du weißt schon, dass Du haushoch gewinnen würdest, wenn Du jetzt für das Präsidentenamt kandidierst.'

Aber meine Mission ist nicht die Rettung Amerikas, ich habe es versucht, und herausgefunden, dass das große Geld und die Medien gekauft werden können, um gute Kandidaten zu blockieren. Ich werde diesen Weg nicht noch einmal beschreiten.

Mein Ziel ist viel erhabener als das, nicht nur den Exodus der schwarzen Nation hier in Amerika zu erleichtern, sondern die Verwirklichung dessen, was wir den Vereinigten Staat Afrika nennen würden.

Symbolbild

Laut Jay habe die NFAC seit dem 4. Juli bereits einen klaren Unterschied gemacht. Seiner Ansicht nach hätten sich die Dinge beruhigt.

Sie haben die Botschaft verstanden, seither gab es keinen einzigen Lynchmord und keine einzige Schießerei der Polizei mehr. Eine Welle der Einigkeit hat die afroamerikanische Gemeinschaft erfasst, und wir sehen, wie das Justizsystem versucht, die Fälle strafrechtlich zu verfolgen.

Die NFAC ist zwar nur für Afroamerikaner, ihr Anführer ermutigt Menschen anderer Bevölkerungsgruppen jedoch, ihre Sache zu unterstützen.

Malcolm X sagte es am besten: 'Ihr könnt uns helfen, uns aber nicht beitreten.'

Solange wir nicht auf uns selbst gestellt sind und bis wir lernen, uns selbst zu lieben, können wir keine anderen Menschen lieben. Wenn einem Volk das Wissen über seine Kultur und eigene Geschichte vorenthalten wird, hat es nichts, worauf es stolz sein kann.

Haben Sie gesehen, wie stolz sie sich fühlten, als sie den Film 'Black Panther' sahen, der Glauben schenken soll? Afroamerikaner sehnen sich danach, dazu zu gehören, wir müssen ihnen etwas geben, zu dem sie gehören können. Ich würde mein Leben lieber für etwas Edles wie die Befreiung meines Volkes geben, als es zu verschwenden, um als Schwächling am Leben zu bleiben.

Und Sie werden feststellen, dass ich damit nicht allein bin.

RT Deutsch bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Chris Sweeney ist ein Autor, der für verschiedene britische Zeitschriften und Zeitungen, darunter The Times, The Sun und The Daily Record, geschrieben hat. Folgen Sie ihm auf Twitter @Writes_Sweeney

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