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Frankreich: Riesige Warteschlange vor Krankenhaus, alle wollen Corona-Test und Chloroquin

Frankreich: Riesige Warteschlange vor Krankenhaus, alle wollen Corona-Test und Chloroquin
Aufnahmen, die vor dem "Méditerranée Infection" Krankenhaus in Marseille entstanden sind, zeigen eine schier endlose Schlange von Menschen, die sich auf das Coronavirus testen lassen wollen. In einer Mitteilung des Krankenhauses vom Sonntag heißt es, dass dort alle Menschen mit Fieber auf COVID-19 getestet werden und bei der Behandlung auch das Malaria-Medikament Chloroquin eingesetzt werden wird, was einen regelrechten Ansturm auf das Krankenhaus auslöste.

In der Mitteilung vom Freitag heißt es:

Wir haben beschlossen:
· Bei allen Patienten mit Fieber, die uns konsultieren, Tests zur Diagnose einer Infektion mit COVID-19 durchzuführen;
· Allen infizierten Patienten, von denen viele nicht sehr symptomatisch sind und Lungenläsionen im CT aufweisen, wird nach Bestätigung der Diagnose Folgendes schnellstmöglich angeboten:
- eine Behandlung mit der Hydroxychloroquin-Kombination (200 mg x 3 pro Tag für 10) Tage) plus Azithromycin (500 mg am 1. Tag, dann 250 mg pro Tag für weitere 5 Tage) als Teil der Vorsichtsmaßnahmen für die Verwendung dieser Kombination (insbesondere mit einem Elektrokardiogramm für D0 und D2), [auch] ohne eine generelle  Zulassung. Bei schwerer Lungenentzündung wird auch ein Breitband-Antibiotikum eingesetzt.

 Gleichzeitig ruft die Klinik dazu auf, diese Behandlung in ganz Frankreich einzusetzen:

Wir halten es für ethisch nicht vertretbar, wenn diese Kombination nicht systematisch in die therapeutischen Behandlungsversuche einer COVID-19-Infektion in Frankreich einbezogen wird.

Auch aus China wird ebenfalls geraten, Corona-Patienten zu behandeln. Die Webseite "Fighting COVID-19 – The Chinese Way" (Kampf gegen COVID-19 – Der Chinesische Weg), die mit chinesischen Behörden zusammenarbeitet, zitiert den Arzt für Infektionskrankheiten am Peking University First Hospital, Gui-Qiang Wang:

Das "neuartige Coronavirus [ist] keine Krankheit, die ohne Behandlung geheilt werden kann". Denn "selbst bei Patienten mit leichten Symptomen besteht die Gefahr, dass sich ihr Zustand plötzlich verschlechtert, sodass eine Behandlung notwendig ist".

Deshalb empfiehlt er, "sobald das neuartige Coronavirus entdeckt wurde, sich sofort zur Behandlung ins Krankenhaus zu begeben".

Unter den medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten wird auf der Webseite auch auf Chloroquin verwiesen. Dazu heißt es: "In-vitro-Tests mit dem Medikament haben gezeigt, dass es das Wachstum von Corona-Viren hemmen kann".

Des Weiteren zitiert wird Zhong Nanshan, Chinas führender Experte zur Eindämmung von Epidemien:

Frühere klinische Ergebnisse zeigen, dass sich schwerkranke Patienten nach Einnahme dieses Arzneimittels im Vergleich zu den anderen schneller erholt haben.

Als am erfolgversprechendsten gilt hier allerdings das japanische Grippemedikament "Favipiravir". 

Dazu heißt es vom Leiter des China National Center for Biotechnology Development:

Chinesische Forscher haben klinische Studien zu Favipiravir abgeschlossen, die eine vielversprechende klinische Wirksamkeit bei der Behandlung der neuartigen Coronavirus-Pneumonie zeigen. 

Mit Favipiravir behandelte Patienten würden "sich schneller erholen und ihre Lungenerkrankungen besser ausheilen" als die der Kontrollgruppe.

In einer klinischen Studie mit 80 Patienten nahmen 35 von ihnen das Medikament ein.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Patienten, die Favipiravir einnahmen, innerhalb von vier Tagen nach der Behandlung negativ getestet wurden, während es bei den Patienten der Kontrollgruppe 11 Tage dauerte, bis ein negatives Testergebnis zu erhalten war. Nach den Aufnahmen des Thorax besserte sich bei 91,4 Prozent die Lungenerkrankung. Im Vergleich hierzu wurde eine Besserung in der Kontrollgruppe nur bei 62,2 Prozent erreicht.

Der SPD-Politiker und Epidemiologe Karl Lauterbach sagte in einem Interview, dass das Virus auch für junge Menschen gefährlich sei. So hätten Daten aus 49 US-Bundesstaaten des US-amerikanischen CDCs (Centers for Disease Control and Prevention) gezeigt, dass mehr als jeder Fünfte der Corona-Erkrankten im Alter zwischen 20 und 54 Jahren ins Krankenhaus eingewiesen werden musste. Die Daten zeigten auch, dass Menschen, die einen eher milden Krankheitsverlauf hatten, Lungenschäden aufwiesen, von denen man nicht wüsste, ob diese ausheilen. Bei etwa 20 Prozent der Krankheitsfälle sei eine Beeinträchtigung der Lungenfunktion festgestellt worden.

In Hongkong und Wuhan wurden ebenfalls Fälle von beeinträchtigten Lungenfunktionen nach einer Corona-Infektion registriert. 

Computertomographische Thorax-Aufnahmen zeigten bei allen Patienten bilateral fleckige Schatten oder Trübungen der Lunge, heißt es aus Wuhan.

Auch in Hongkong beobachtete man solche milchigen Trübungen in den Lungen von Infizierten.

Auf der anderen Seite gibt es Experten und Ärzte, die die Daten nicht für belastbar halten und von Panikmache sprechen, denn die überwiegende Mehrheit der jungen Menschen würde das neuartige Virus absolut unbeschadet überwinden. Auch sehen Ärzte eine Behandlung mit zu wenig erprobten Medikamenten kritisch. 

Der Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten des "Méditerranée Infection" Krankenhaus in Marseille, Philippe Parola, verteidigte die Entscheidung seiner Klinik: Es sei nur richtig, so schnell wie möglich zu diagnostizieren und zu behandeln, sobald eine Behandlung verfügbar sei.

Diese Moleküle - Chloroquin und Azithromycin - werden seit Jahren verwendet, und wir kennen ihre Nebenwirkungen, auch in Kombination. Wir sind Ärzte und keine Hexen, die chinesischen Behörden benutzen es schon lange, sagte er.

Auch US-Präsident Donald Trump hält die Chloroquin-Kombination für vielversprechend und warb für deren Behandlungseinsatz.

Auf Twitter schrieb er:

Hydroxychloroquin und Azithromycin, zusammen eingenommen, haben eine echte Chance, einer der größten Durchbrüche in der Geschichte der Medizin zu werden. [...] Hoffentlich werden sie beide [...] sofort eingesetzt.

Tedros Adhanom Ghebreyesus, der WHO-Generaldirektor, warnte gestern allerdings:

Der Einsatz ungeprüfter Medikamente ohne die richtigen Nachweise könnte falsche Hoffnungen wecken und sogar mehr schaden als nützen und zu einem Mangel an lebenswichtigen Medikamenten führen, die zur Behandlung anderer Krankheiten benötigt werden.  

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