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Merkel: 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung könnten sich mit Corona-Virus infizieren

Merkel: 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung könnten sich mit Corona-Virus infizieren
Knapp 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung in Deutschland könnten sich mit dem Corona-Virus infizieren, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch auf der Bundespressekonferenz in Berlin. Es gelte jetzt, Zeit zu gewinnen.

Bislang hat sich die Kanzlerin kaum zur Corona-Krise geäußert - und dafür Kritik geerntet. Am Mittwoch trat Angela Merkel mit Gesundheitsminister Jens Spahn vor die Presse.

Merkel geht davon aus, dass sich rund zwei Drittel der Menschen in Deutschland mit dem Corona-Virus anstecken könnten. Die Kanzlerin appellierte an die Bevölkerung, dass jeder seinen Beitrag zur Eindämmung des Virus leistet. Dazu zähle auch, dass Fans nicht mehr zu Fußballspielen gehen.

Es geht um das Gewinnen von Zeit. Wichtig ist, dass alle staatlichen Ebenen arbeiten können", sagte die Kanzlerin.

In einer Konferenz mit allen europäischen Staatschefs hatte die Kanzlerin am Dienstag über die Krise gesprochen.

Es geht nicht darum dass wir uns in Europa abschotten. Es geht darum, dass wir einen Modus finden, dass kein Gesundheitssystem überlastet wird", so Merkel.

Zur Sprache kamen auch die wirtschaftlichen Folgen der Epidemie. Nach Einschätzung des Ifo-Chefs Clemens Fuest wird die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr mit hoher Wahrscheinlichkeit in eine Rezession rutschen. Die Politik müsse daher nun umdenken und schnell handeln.

Am Freitagabend will Merkel mit Arbeitgebern und Gewerkschaften über weitere Maßnahmen gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise beraten. An dem Treffen sollen auch Arbeitsminister Hubertus Heil und Finanzminister Olaf Scholz teilnehmen.

Im Kreis Heinsberg gibt es derweil einen weiteren Todesfall aufgrund eines Corona-Infekts. Es ist der dritte Tote in Deutschland und der vierte tote Deutsche.

Mehr zum Thema – Corona-Virus erreicht Bundestag: FDP-Abgeordneter infiziert

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