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Sachsen: Defender Europe 2020 macht Party – "Kommen für Frieden und achten auf Umweltfreundlichkeit"

Sachsen: Defender Europe 2020 macht Party – "Kommen für Frieden und achten auf Umweltfreundlichkeit"
In Sachsen luden am Samstag die US-Armee und der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer zu einer Informationsveranstaltung über das US-Großmanöver Defender Europe 2020. Dafür werden derzeit 20.000 US-Soldaten samt Gerät nach Europa verlegt, um mit weiteren 17.000 Soldaten quer durch Europa zu ziehen. Kretschmer betonte, Deutschland könne sich nicht verteidigen und fühle sich wie kleinere Länder von Russland bedroht. Die US-Armee versicherte, man werde den CO2-Ausstoß gering halten.

Die Veranstaltung fand im Stadtpark von Frankenberg statt. Um dem ganzen eine lockere und freundliche Atmosphäre zu geben, wurde die Veranstaltung musikalisch von der Militärband der NATO SHAPE umrahmt.

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte:

Die Sicherheit Deutschlands kann nicht von uns selbst gewährleistet werden. Wenn Sie sich ansehen, wie viel Deutschland für die Verteidigung ausgibt, werden Sie sehen, dass es zu wenig ist. Wenn es wirklich darauf ankommt, werden wir uns nicht verteidigen können. 

Er versuchte dennoch, die Bürger zu beruhigen, indem er erklärte, dass die Militärübung im Zeichen der Freiheit und des Friedens stehe, was sich schon im Logo des Großmanövers widerspiegele. Zwar heißt es einerseits immer wieder von den USA und von Seiten der EU, dass sich die Übung nicht gegen Russland richte, doch Kretschmer hob andererseits hervor, dass sich gerade die baltischen Staaten von Russland bedroht fühlten. 

Ein Vertreter der US-Armee versicherte, dass man ganz besonderen Wert auf den Umweltschutz lege:

Wir tun unser bestes, um mit unserer Umwelt gut umzugehen. Aus diesem Grund transportieren wir zum Beispiel viele Fahrzeuge auf Schienen und Schiffen, anstatt Schwertransporte auf der Straße oder Flugzeuge einzusetzen. Solche Maßnahmen reduzieren unsere gesamten CO2-Emissionen.

Beide Behauptungen werden von Gegnern des Manövers massiv kritisiert. Zum einen, dass man in Zeiten, in denen Umwelt- und Klimaschutz ganz groß geschrieben werden sollten, so viele schwere Waffen und Gerät um den Globus verschifft und durch Europa bewegt, und zum anderen, dass das Manöver gegenüber Russland eine Provokation darstelle und auch die Gefahr eines militärischen Konfliktes auf dem europäischen Kontinent – gewollt oder unbeabsichtigt – erhöhe. 

Für das Manöver sollen insgesamt 37.000 Soldaten samt Waffen, Material und Fahrzeugen durch Polen und ins Baltikum bis an die russische Westgrenze bewegt werden. Insgesamt beteiligen sich 16 NATO-Mitgliedsstaaten und zwei weitere Nationen am Manöver, die USA stellen mit 29.000 Soldaten den größten Anteil. Wie die Veranstalter erklären, soll die Verteidigung für den Ernstfall trainiert und den Partnern so mehr Sicherheit vermittelt werden. 

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