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Hanau-Überlebender: "Dem Ersten, den er sah, hat er direkt in den Kopf geschossen"

Hanau-Überlebender: "Dem Ersten, den er sah, hat er direkt in den Kopf geschossen"
Ein Überlebender des rassistisch motivierten Amoklaufs in Hanau schilderte seine schrecklichen Erlebnisse vor der Kamera. Er hatte sich mit Freunden in der Arena Bar aufgehalten und eine Pizza bestellt, als vor der Tür plötzlich Schüsse fielen. Kurz darauf betritt Tobias R. den Raum und erschießt seine Freunde.

Der mutmaßliche Mörder Tobias R. hatte sein Verbrechen in der Shishabar "Midnight" begonnen, dort das Feuer eröffnet und vier Menschen getötet. Dann begab er sich zur Arena Bar, schoss auf zwei Personen in einem Mercedes vor der Tür und ging daraufhin in den Laden, wo er drei weitere Menschen tötete. Auch der Überlebende Piter Minnemann berichtet davon, dass bereits vor der Tür geschossen wurde. 

Nachdem R. "sein Magazin leer geschossen hatte", fuhr er in einem BMW zu seinem Elternhaus zurück, wo er offenbar seine Mutter und sich selbst erschoss.

In der Pressemitteilung des Generalbundesanwalts heißt es dazu:

Nachdem sich im Rahmen der Ermittlungen Hinweise auf den Täter ergeben hatten, wurde dessen Wohnung in Hanau von einem Sondereinsatzkommando der Polizei durchsucht. Die eingesetzten Beamten haben Tobias R. sowie dessen 72-jährige Mutter tot aufgefunden. Beide wiesen Schussverletzungen auf. Neben dem mutmaßlichen Täter lag eine Schusswaffe. Sein Vater wurde von den Polizeibeamten äußerlich unverletzt angetroffen.

Zum Tatmotiv wird mitgeteilt: 

Es liegen gravierende Indizien für einen rassistischen Hintergrund der Tat vor. Diese ergeben sich aus den augenscheinlich von Tobias R. herrührenden Videos und Dokumenten.

Minnemann hat mit den Erlebnissen und dem Verlust seiner Freunde zu kämpfen, den er noch immer nicht richtig realisieren kann. Seine Schilderungen skizzieren, wie kaltblütig der Mörder sein Massaker durchzog. 

Ich war auch in Kirchstadt in der Bar. Ich kam vom Boxtraining. Wir haben alle zusammen gegessen. Wir haben Essen bestellt. Manche waren schon fertig. Die haben Glück gehabt. Ich habe gerade meine Pizza geholt, und da fielen schon Schüsse vor der Tür. [...] Dann kam der Mann rein, hat im Kiosk geschossen. Er hat Ferhat erschossen, die Schwester von meinem Freund, Gogo. Dann kam er zu uns in die Bar rein. Er hat direkt auf uns gezielt und dem, den er zuerst gesehen hat, direkt in den Kopf geschossen. 

Der 18-Jährige und seine Freunde hatten sich hinter einen Tresen geworfen und aufeinandergelegt. Er sah nicht, wie es dann weiterging, hatte die Augen fest geschlossen. 

Der hat sein Magazin leer geschossen. Dann war alles leise. Er ist ganz normal wieder rausspaziert. Ich habe dann meine Augen aufgemacht und gesehen, dass ich noch lebe. Ich war froh. Ich habe gefragt, ob es den Leuten gutgeht. Der Idris hat ein Loch im Hals gehabt. Er hat gesagt: Ich wurde getroffen. Ich wurde getroffen. Mein anderer Freund Momo wurde in die Schulter getroffen. Ich habe Gott sei Dank nichts. Es war auf jeden Fall sehr schlimm. Sein Bruder ist neben ihm gestorben. Ferhat ist gestorben. Das sind alles meine Freunde. Ich kenne die schon jahrelang. 

R. hatte vor seiner tödlichen Angriffe eine Reihe von verworrenen Texten und Videoaufnahmen hinterlassen, in denen er zutiefst rassistische Ansichten und wahnhafte Gedanken äußerte, etwa dass er sei seit seiner Geburt überwacht worden sei und sich daran erinnern könne.

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