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Frankreich: "Es ist mein Projekt" – Russisches Künstler-Duo hinter politischem Sexvideo-Skandal

Frankreich: "Es ist mein Projekt" – Russisches Künstler-Duo hinter politischem Sexvideo-Skandal
Archivbild
Der russische Künstler Pjotr Pawlenski und seine Freundin Alexandra de Taddeo wurden von der französischen Staatsanwaltschaft einer formellen Untersuchung unterzogen. Sie werden verdächtigt, ein Sexvideo veröffentlicht zu haben, das angeblich vom ehemaligen Pariser Bürgermeisterkandidaten Benjamin Griveaux stammt.

Eine Webseite hatte am Mittwochabend Screenshots von anzüglich erscheinenden Chatnachrichten veröffentlicht, die angeblich von Griveaux stammen. Außerdem zeigt sie kurze Videos, auf denen zu sehen ist, wie ein Mann masturbiert – allerdings ist nicht zu erkennen, um wen es sich dabei handelt. Auf der Webseite wird Griveaux Heuchelei vorgeworfen.

Griveaux hat in seiner Erklärung weder bestätigt noch bestritten, dass die Videos und Nachrichten von ihm sind. Der russische Aktionskünstler Pjotr Pawlenski behauptet, die Videos verbreitet zu haben. Er will das Material aus vertraulichen Quellen bezogen haben. Pawlenski ist bekannt für seine radikalen Aktionen.

Im Gespräch mit Sputnik France in Paris sagte Pawlenski: "Es ist mein Projekt, das ich erschaffen habe, das ich durchgezogen habe. Ich habe die Quelle gefunden, und ich habe alles veröffentlicht." Der russische Künstler hat seine Quelle jedoch nicht preisgegeben.

"Ich dachte, dass Frankreich das Land der Meinungsfreiheit ist", sagte er und fügte hinzu, dass er angesichts der "Heuchelei" so gehandelt habe.

"Wenn jemand seinen Wahlkampf mit großer Heuchelei beginnt, mit dieser großen Lüge, mit großer Verachtung gegenüber allen Pariserinnen und Parisern. Wenn diese Person die Macht übernimmt, nein, dann ist das eine monströse Situation."

"Sobald es etwas gibt, das die Leute nicht verstehen, das ihnen nicht gefällt, ist es entweder kriminell, ein Verbrechen oder Wahnsinn", fügte er hinzu.

Pawlenski, dem 2017 politisches Asyl in Frankreich gewährt wurde, gab zu, die intimen Aufnahmen veröffentlicht zu haben.

Wegen der Affäre um das Sexvideo hat der Wunschkandidat von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron für die Pariser Bürgermeisterwahl, Benjamin Griveaux, seinen Rückzug aus dem Rennen erklärt. Zum Schutz seiner Familie habe er entschieden, nicht weiter für das Bürgermeisteramt zu kandidieren, sagte Griveaux der Nachrichtenagentur AFP am Freitag.

Mehr dazu – Nach Veröffentlichung von Sex-Video: Macrons Partei ohne Bürgermeister-Kandidat für Paris

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