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Spanien: Massenproteste von Landwirten in gelben Westen wegen zu niedriger Einnahmen

Spanien: Massenproteste von Landwirten in gelben Westen wegen zu niedriger Einnahmen
Im Rahmen ihres jüngsten Massenprotests haben Landwirte in gelben Warnwesten im Südwesten Spaniens gestern Autobahnen und Straßen mit Traktoren und anderen Fahrzeugen blockiert. Sie protestieren gegen sinkende Einkommen der Landarbeiter.

Die Kundgebungen, vor allem in der an Portugal angrenzenden Region Extremadura, wurden von mehreren Gewerkschaften ausgerufen, um staatliche Maßnahmen zur Gewährleistung realistischerer Einzelhandelspreise für Obst und Gemüse zu fordern.

Ángel García, der Vorsitzende des regionalen Jungbauernverbandes Asaja, sagte, dass etwa 700 Traktoren die Straßen blockierten, und forderte alle Landarbeiter in Extremadura zum Streik auf.

Fast täglich kommt es zu Protesten in ganz Spanien gegen hohe Produktionskosten und niedrige Preise für landwirtschaftliche Produkte, während die Europäische Union plant, die Agrarsubventionen zu kürzen.

Die Gewerkschaften und die Regierung machen ebenfalls die großen Supermarktketten dafür verantwortlich, dass sie die Preise für Obst und Gemüse drücken und die Landwirte zwingen, ihre Waren billiger zu verkaufen.

Laut einem Bericht der spanischen Tageszeitung El País sind die Gesamteinkommen der Landwirte im Jahr 2019 um neun Prozent gesunken.

Demonstranten beschwerten sich, dass ihre Einnahmen nicht steigen, während die Ausgaben sich laufend erhöhen.

Wir hoffen, dass diese Regierung, die gezeigt hat, dass sie unfähig und unmoralisch ist, Gespräche aufnimmt. Dann können die Landwirte Preise verlangen, die jenen des 21. Jahrhunderts entsprechen. Sie können von uns nicht verlangen, die Unkosten, mit denen wir im 21. Jahrhundert konfrontiert sind, mit Löhnen aus dem 19. Jahrhundert zu bezahlen.

Ein anderer sagte: 

Wir verlangen seit 30 Jahren richtige Preise für unsere Produkte. Und so können wir nicht weitermachen, genug ist genug. Mit Tabak haben wir vor 30 Jahren 3,40 Euro (pro Kilo) verdient, und jetzt verdienen wir 2,30 Euro (pro Kilo).

Vertreter der wichtigsten spanischen Landwirtschaftsorganisationen trafen sich gestern im Parlament mit Mitgliedern von drei politischen Parteien und sollten später weitere Gespräche mit dem Arbeitsministerium führen.

Die Gewerkschaften trafen bereits vergangene Woche mit der Regierung zusammen, setzten aber ihre Proteste fort, da keine Einigung über die Unterstützung der Landwirtschaft erzielt wurde.

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