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Berliner "Rettermarkt"-Kette rettet "hässliche" Lebensmittel

Berliner "Rettermarkt"-Kette rettet "hässliche" Lebensmittel
Im Bemühen, die massive Verschwendung von Lebensmitteln auf der ganzen Welt zu reduzieren, rettet und verwertet eine Berliner Marktkette "SIRPLUS" aussortierte oder verformte Früchte und Gemüse sowie solche Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsfrist überschritten ist, die jedoch noch geniessbar sind.

Dabei beziehen sie die Lebensmittel aus der gesamten jeweiligen Produktionskette, um sie dann an lokale Verbraucher weiterzuverkaufen, wie die am Freitag in Berlin entstandenen Aufnahmen zeigen.

Der Mitbegründer und CEO der Berliner Rettermarkt-Kette SIRPLUS, Raphael Fellmer, erklärte:

"Weltweit werfen wir ein Drittel aller produzierten Lebensmittel weg, so dass wir genug Nahrung hätten, um alle hungernden Menschen viermal mit den Lebensmitteln zu ernähren, die wir jedes Jahr verschwenden. Also ist das nicht akzeptabel. Deshalb wollen wir bei SIRPLUS eine Lösung schaffen, eine lokale Lösung, mit der wir ein globales Problem angehen können, denn 1,6 Milliarden Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr verschwendet, und das ist ein ökologisches und auch ein ethisches Problem."

Fellmer erwähnte auch, dass den Käufern oft der Unterschied zwischen dem Mindesthaltbarkeitsdatum und dem Haltbarkeitsdatum, das auf der Produktverpackung steht, nicht bewusst ist. Er sagte, das Haltbarkeitsdatum bedeute nicht, dass die Lebensmittel nach diesem Datum mit Sicherheit schlecht sind.

Der Supermarkt bezieht seine Artikel von Großhändlern, Landwirten und anderen Produzenten, die solche Artikel haben, welche nicht mehr für reguläre Supermärkte geeignet sind, weil deren Haltbarkeitsdatum überschritten ist, oder die über den Bedarf hinaus produziert wurden und daher keinen Markt mehr finden, auf dem sie verkauft werden können.

SIRPLUS sieht sich dagegen in der Lage, solche Artikel zu vergünstigten Preisen abzuholen und dann alles, was die eigene Qualitätsprüfung besteht, an interessierte Endverbraucher weiterzuverkaufen, die dann ebenfalls an den Einsparungen beteiligt werden.

Auf diese Weise "können die Kunden Geld sparen, CO2-Emissionen einsparen, etwas Gutes für die Umwelt und ihren Geldbeutel tun, sich besser fühlen, neue Lebensmittel und neue Geschmäcker erleben und etwas für eine nachhaltige Zukunft tun", schloss Fellmer.

Fellmer merkte an, dass diese Ziele der Supermarktkette mit dem erklärten Ziel der Vereinten Nationen übereinstimmen, "die Lebensmittelabfälle bis 2030 weltweit um 50 Prozent zu reduzieren".

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