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Brocken: Hier wütete Orkan Sabine besonders heftig – Touristen werden zum Spielball von Naturgewalt

Brocken: Hier wütete Orkan Sabine besonders heftig – Touristen werden zum Spielball von Naturgewalt
Auf dem Brocken im Harz haben gestern Touristen die volle Wucht von Orkan Sabine zu spüren bekommen. Die Menschen, die aus Angst vor der Naturgewalt vom Gipfel fliehen wollten, wurden zum Spielball der Windböen mit Spitzengeschwindigkeiten von über 120 Kilometern pro Stunde. Für den einen oder anderen von ihnen resultierte die Begegnung mit den Sturmböen in einem harten Aufprall auf den Boden. Aufgrund der Höhenlage auf dem Gipfel im Mittelgebirge Harz kam es hier zu krassen Sturmszenen.

Orkan Sabine kam zunächst über den Nordatlantik auf Europa zu und traf gestern auf Deutschland. Auch heute soll Orkantief Sabine über Deutschland und Nachbarländer wüten und hat bereits zahlreiche Sachschäden verursacht. Im Frankfurter Dom steckt etwa seit letzter Nacht der Ausleger eines Baukrans fest, den der Wind abknicken ließ und ins Dach des Gebäudes rammte.

Besondere Gefahr geht, wie bei jedem Sturm, von umstürzenden Bäumen, umherfliegenden Gegenständen oder etwa Baugerüsten aus. Vorsorglich fällt in ganz Bayern heute die Schule aus, da es besonders hier im Laufe des Vormittags zu heftigen Windstößen kommen kann. In anderen Teilen Deutschlands können Eltern ihre Kinder ebenfalls zu Hause lassen, sollten sie die Wetterlage als zu gefährlich für einen Schulweg empfinden. 

Der Norden des Landes bekam das "Schietwetter", das Sabine mit sich brachte, ebenfalls zu spüren. In Hamburg wich ein Baugerüst der Windkraft, Dächer wurden abgedeckt, Bäume stürzten um, einer davon in ein Wohnhaus und riss dessen Gemäuer mit sich nieder.

Ein Zug der U-Bahnlinie 1 krachte in einen umgestürzten Baum auf den Gleisen. 

Bei Wolfsburg in Niedersachsen fuhr ein ICE in einen umgestürzten Baum.

Die Deutsche Bahn stellte gestern Nachmittag bundesweit ihren Fernverkehr ein. An zahlreichen Flughäfen wurden etliche Flüge gestrichen. 

Bahn- und Flugverkehr werden heute aber allmählich wieder aufgenommen. Lediglich in Bayern kommt es aufgrund der Wetterlage vor Ort weiterhin zu massiven Einschränkungen. 

Wie der Deutsche Wetterdienst schreibt, wütet Orkantief Sabine durch den sogenannten "Leitplankeneffekt" auffällig lang. 

Die lange Andauer ist einem weiteren lokalen Phänomen geschuldet, das wir Leitplankeneffekt nennen. Verantwortlich dafür sind die Alpen: Mit Annäherung der Kaltfront wird die Luft zwischen ihr und den Alpen quasi eingequetscht, was zu einer Verstärkung des Windes führt. Man kann sich das wie bei einem Gartenschlauch vorstellen, wenn man die Öffnung immer mehr schließt, um beispielsweise weiter entfernt liegende Gartenbereich zu bewässern. 

In dem Bericht des Wetterinstituts werden aber auch Medien kritisiert, deren Schlagzeilen zum "Monster- und Megasturm" sich überschlagen. 

Der DWD betont deshalb: 

Für viele der (Horror)schlagzeilen in den Medien ist indes einzig und allein der Brocken mit seiner exponierten Lage verantwortlich.

In sozialen Medien witzeln Nutzer angesichts der "Horrormeldungen" in Medien und der tatsächlich erlebten Sturmauswirkungen bei ihnen vor Ort. 

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