icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Australien: Haben Corona-Virus im Labor gezüchtet, nun arbeiten wir an einer Impfung

Australien: Haben Corona-Virus im Labor gezüchtet, nun arbeiten wir an einer Impfung
Wissenschaftler in Australien haben bekannt gegeben, dass sie das Corona-Virus erfolgreich aus einer Patientenprobe gezüchtet haben und diese nun international an Experten der Seuchenbekämpfung verteilen werden, um unter anderem die Entwicklung eines Impfstoffs voranzutreiben.

Mike Catton, Wissenschaftler am verantwortlichen Peter-Doherty-Institut für Infektion und Immunität zeigte sich äußerst erfreut über die Viruszucht: 

Ich möchte zunächst sagen, wie sehr wir uns freuen, dass wir dieses Virus in sehr kurzer Zeit direkt aus einer Patientenprobe züchten konnten, und das ist eine Kunst. Ich denke, Julian (Druce) ist der Künstler, von dem Sie möglicherweise über die technischen Details hören werden, aber viel wichtiger ist, dass wir sofort dazu übergegangen sind, dies mit unseren internationalen Kollegen zu teilen, um ein Toolkit bereitzustellen, das die modernen molekularen Techniken ergänzt, die bei der Diagnose und Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten so nützlich sind.

Das Team hat die Zellkultur aus einer Patientenprobe herangezüchtet, die am Freitag in dem Labor in Melbourne eintraf und nun für eine eingehendere Analyse in der ganzen Welt repliziert und verteilt werden kann. 

Sie wird nun als Kontrolle – oder genauer gesagt als Antikörpertest bei asymptomatischen Patienten – in australischen Gesundheitslabors verwendet und an Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Europa verschickt. Eines der Hauptprobleme bei der Eindämmung des jüngsten Ausbruchs besteht darin, dass die Menschen das Virus bis zu zwei Wochen lang haben und weitergeben können, bevor sie Symptome zeigen.

Die Proben sollen außerdem ermöglichen, die Testmethoden zu validieren und zu verifizieren und damit die Diagnose zu verbessern. So soll auch ermöglicht werden, die "wahre Sterblichkeitsrate" des Virus zu bestimmen, wie Catton weiter erklärte.

Zusätzlich zu den molekularen Techniken, die bei der Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten eingesetzt werden können, kann das Virus auch zur Beurteilung der Wirksamkeit von Impfstoffen und insbesondere von Medikamenten verwendet werden. Es gibt uns auch die Möglichkeit, einen Antikörpertest der ersten Generation zu entwickeln, und das ist sowohl für die klinische Behandlung von Patienten wichtig, die möglicherweise erst spät erkrankt sind, als auch für das Virus, das wir mit molekularen Techniken aufspüren. Es ist auch wirklich wichtig für uns, Dinge wie eine asymptomatische Infektion mit dem Virus, diese Möglichkeit, oder eine milde Infektion, die den Gesundheitsbehörden nicht zur Kenntnis gelangt ist, zu betrachten, denn diese Patienten wurden nicht getestet und als Fälle identifiziert. Ein Antikörpertest ist also wirklich die einzige Möglichkeit, einige dieser wichtigen epidemiologischen Fragen zu beantworten, die Sie zu der Frage führen, wie viele Fälle und wie die Zahl der Todesfälle im Verhältnis zur Zahl der Fälle, die Sie vor Ort sehen, stehen. Mit dem Virus sind also sehr, sehr viele Dinge möglich, die das ergänzen und zu dem beitragen, was man mit den schnellen und leistungsfähigen molekularen Techniken tun kann.

Ein Team an der Universität von Queensland in Australien wurde mit der Entwicklung eines solchen Impfstoffs beauftragt und hofft, dies innerhalb von sechs Monaten zu tun. Auch in zahlreichen anderen Pharmakonzernen, wie in Deutschland, den USA oder China, arbeitet man bereits mit Hochdruck an einer Impfung. 

Weltweit sind etwa 6.000 Menschen mit dem Virus infiziert, an dem bisher mindestens 130 Menschen in China gestorben sind. Bei ihnen soll es sich hauptsächlich um ältere Männer handeln, von denen viele bereits vorher gesundheitliche Probleme hatten.

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen