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Nun auch in Deutschland erster Coronavirus-Fall bestätigt: "Dem Patienten geht es sehr gut"

Nun auch in Deutschland erster Coronavirus-Fall bestätigt: "Dem Patienten geht es sehr gut"
Das Coronavirus, das seinen Ursprung in der chinesischen Stadt Wuhan haben soll und bereits in gut ein Dutzend Ländern aufgetreten ist, hat nun auch tatsächlich Deutschland erreicht. Bayerische Behörden erklärten heute, dass es sich bei dem Infizierten um einen 33-jährigen Mann handele, der an einem Meeting in Starnberg teilnahm und sich dort mutmaßlich ansteckte. Eine Chinesin, die zuvor Besuch von ihren Eltern aus der besonders betroffenen Region in China hatte, nahm ebenfalls an diesem teil.

Das Firmenmeeting habe am 21. Januar im Landkreis Starnberg stattgefunden, wie der Leiter des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf, erklärte. 

Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml erklärte, dass es dem Patienten gut gehe, dieser aber weiterhin isoliert und medizinisch überwacht werde. Auch der behandelnde Arzt, Clemens Wendtner, erklärte laut Medienberichten, dass es dem Patienten "sehr gut" gehe, er keine Symptome im Bereich der Atemwege mehr aufzeige und fieberfrei sei. 

Die Chinesin, bei der es mutmaßlich um die Person handelt, die den Mann angesteckt hat, habe sich auf ihrem Heimflug am Donnerstag nach Schanghai ebenfalls krank gefühlt und einen Arzt aufgesucht, der das Virus schließlich bei ihr feststellte. 

Deutschland ist das zweite europäische Land, das einen bestätigten Fall des Virus meldet. In Frankreich gibt es bereits mehrere Fälle von Coronavirus-Infizierten. In China wurden bereits mehr als 4.500 Fälle des neuartigen Coronavirus bestätigt. Da das Virus eine Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen hat und Erkrankte bereits ansteckend sein können, ohne Symptome zu haben, wird mit weitaus mehr Kranken gerechnet. Die chinesischen Behörden versuchen mit acht Milliarden Euro und einem massiven Kraftaufwand von Personal und Material, die Ausbreitung einzudämmen. Besonders betroffene Gebiete wurden unter Quarantäne gestellt. An dem Virus sind bislang 106 Menschen gestorben. Das Virus stellt ähnlich wie die Influenza eine besondere Gefahr für Menschen mit Immunschwäche, alte Menschen oder auch Babys dar. 

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