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Bei Treffen von Macron und Konzernchefs in Dünkirchen: Hunderte Protestler fordern seinen Rücktritt

Bei Treffen von Macron und Konzernchefs in Dünkirchen: Hunderte Protestler fordern seinen Rücktritt
Gewerkschaftsmitglieder, Gelbwesten und Anwälte versammelten sich am Montag vor dem Gelände des Pharmakonzerns AstraZeneca in der nordfranzösischen Stadt Dünkirchen, um Präsident Macron zu empfangen. Dieser sollte dort mit Konzerchefs zusammentreffen. Anwälte, die gegen Macron selbst und Reformpläne demonstrierten, gehen nun auf die Barrikaden, weil einer von ihnen nach eigenen Angaben widerrechtlich festgenommen wurde.

Einige der Demonstranten waren bereits im Morgengrauen vor Ort, um möglichst nahe an das Gelände zu gelangen. Dies wusste die Polizei jedoch zu verhindern.

Laut Medienberichten, die einen Polizisten zitieren, glich das Firmengelände aufgrund der massiven Polizeipräsenz einem Bunker.

Die AstraZeneca-Fabrik wird in einen Bunker verwandelt.

Die Rentenreform- und Macron-Gegnern, angeblich Hunderte, entschieden sich für andere Protestformen und blockierten Straßen, darunter die Autobahn A16 nahe des Konzerns. Auch legten sie brennende Straßenbarrikaden. Die Polizei drängte sie immer wieder zurück. 

Das ist auch in diesem Video zu sehen: Während die Polizisten im Gleichschritt auf die Demonstranten zugehen und dabei mit ihren Schlagstöcken auf ihre Schilde schlagen, um die Demonstranten zurückzudrängen, untermalt einer der Protestler die Szene damit, dass er den Star-Wars-Song "Imperial March" anstimmt:

Zwar wurden diesmal keine Tränengasgranaten oder Flashbälle eingesetzt, aber besonders eine Festnahme sorgt für erneute Empörung. Bei der Autobahnblockade waren sieben Personen wegen Verkehrsbehinderung in Gewahrsam genommen, darunter ein Anwalt.

Dagegen hatten dann einige seiner Kollegen lautstark protestiert. 

Im Video ruft einer der Anwälte immer wieder: 

Lasst Maitre Cattoir frei!

Sein Kollege Henry-François Cattoir wurde kurz zuvor festgenommen. Auch er selbst und seine Kollegen werden dann von Beamten von der Demonstration getrennt und er abgeführt. Staatsanwalt Sébastien Piève schaltete sich unverzüglich ein und forderte Cattoirs sofortige Freilassung. Daraufhin wurde Cattoir tatsächlich freigelassen. Er wirft den Beamten nun Machtmissbrauch vor. Die Beamten hätten "Pseudoverbrechen" zum Vorwand genommen, den Protest zu ersticken. Auch sein Kollege, der kurzzeitig abgeführt wurde, erklärte RT später, dass sie lediglich von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch gemacht haben.

Die Bilder drangen auch zur Präsidentin der Nationalen Anwaltskammer (CNB) Christiane Féral-Schuhl vor, die sich empört über die Vorgänge in Dünkirchen zeigte. Sie mahnte die Regierung auf Twitter:

Ich habe gerade den Präsidenten der Anwaltskammer in Dünkirchen angerufen. Lassen Sie mich ganz klar sein: Es wird keine Diskussion und kein Treffen mit der Regierung geben, wenn nur ein Anwalt daran gehindert wird, von seinem Demonstrationsrecht Gebrauch zu machen, oder wegen seiner Teilnahme an einer Demonstration verhaftet wird.

Der Besuch des französischen Staatschefs fällt zusammen mit der Ankündigung des Unternehmens, bis zu 500 Millionen Euro im Land zu investieren. Seit Anfang Dezember kommt es zu breiten Protesten und Streiks gegen die von Macron geplante Rentenreform. Menschen aus allen möglichen Berufssparten streiken und protestieren, darunter auch Anwälte. Das Kabinett in Paris will die umstrittene Rentenreform, von der viele Franzosen persönliche Einbußen befürchten, am Freitag beschließen. Gewerkschaften haben erneut zu landesweiten Protesten aufgerufen, um sich gegen die Reformen zur Wehr zu setzen.

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