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Italien: Tausende "Sardinen" singen "Bella Ciao" gegen Salvini in Bologna

Italien: Tausende "Sardinen" singen "Bella Ciao" gegen Salvini in Bologna
Tausende sogenannter "Sardinen" sangen die antifaschistische Hymne "Bella Ciao", als sie am Sonntag in Bologna zusammenkamen, um gegen die Lega und deren Anführer Matteo Salvini zu demonstrieren. Nach Angaben der Organisatoren nahmen rund 40.000 Menschen an der Veranstaltung teil.

Plakate und Transparente mit politischen Parolen oder der Unterstützung bestimmter politischer Parteien sind bei den Kundgebungen der "Sardinen" nicht erlaubt.

Die Bewegung der "Sardinen" erhielt ihren Namen, weil sie möglichst viele Demonstranten auf die Plätze der Städte locken, die dort wie Sardinen in einer Büchse gedrängt sind.

Die Geschichte der "Sardinen" begann am 14. November des letzten Jahres mit einem Flashmob im italienischen Bologna, als der Chef der rechten Lega Matteo Salvini dort eine Wahlkampfkundgebung abhielt. Junge Menschen demonstrierten gegen den Auftritt Salvinis. Ziel der jungen Organisatoren war es, mehr Menschen zusammenzubringen als Salvini und den größten Platz der Stadt eng gedrängt wie Sardinen zu füllen.

Die Bewegung führte bereits ähnliche Demonstrationen in anderen Städten des Landes durch, wie z.B. in Florenz, Rimini, Mailand und Modena.

Nach Ansicht des Analysten Francesco Galietti von der Denkfabrik "Policy Solar" ist das Aufkommen der "Sardinen" ein Hinweis darauf, dass es bei den traditionellen Parteistrukturen in Italien kriselt.

Am 26. Januar finden in der traditionell linken Region Emilia-Romagna und sieben weiteren Regionen Regionalwahlen statt. Salvini und seine Partei wollen den Erfolg wiederholen, den sie bei den Wahlen in Umbrien 2019 erzielt haben, als ein von der Liga geführtes Bündnis fünf Jahrzehnte linker Herrschaft beendete.

Mehr zum Thema – Italien: Salvini veranstaltet Wahlkampf in historisch linker Region Emilia-Romagna

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