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Athen: Tausende protestieren gegen "neuen imperialistischen Krieg" im Mittleren Osten

Athen: Tausende protestieren gegen "neuen imperialistischen Krieg"  im Mittleren Osten
Berichten zufolge sind Tausende Demonstranten am Samstag in Griechenland auf die Straßen geströmt, um die Regierung zu mahnen, sich nicht an einem "neuen imperialistischen Krieg" im Mittleren Osten zu beteiligen. Die Proteste richteten sich außerdem gegen den US-Luftangriff am 03. Januar, bei dem der iranische General Qassem Soleimani getötet wurde und der die Spannungen in der Region massiv angeheizt hatte.

Die friedliche Kundgebung begann im Zentrum von Athen und ging in Richtung US-Botschaft, wo die Demonstranten Parolen skandierten und Transparente trugen.

Ein Demonstrant erklärte zu den Motiven des Protests:

Die griechische Antikriegsbewegung ist heute gegen die neuen US-Militärbasen auf den Straßen. Wir fordern die Regierung auf, sich nicht in einen neuen imperialistischen Krieg im Mittleren Osten verwickeln zu lassen oder einzugreifen. 

Die Aktion wurde von einigen Organisationen unterstützt und durchgeführt. Auch in der griechischen Stadt Thessaloniki fand eine Kundgebung statt.

Hintergrund zu den Protesten ist der US-Drohnenangriff am 3. Januar im Irak, bei dem unter anderem der Kommandeur der iranischen Al-Quds-Einheit, Qassem Soleimani, getötet wurde. Infolgedessen kam es zu Massentrauer und Wut im Iran. Millionen Iraner zogen auf die Straßen, um den Mord an Soleimani zu verurteilen. Hochrangige iranische Vertreter kündigten Rache an. Trump wiederum drohte, 52 Ziele im Iran anvisiert zu haben, darunter Orte, die für die "iranische Kultur" wichtig sind, sollte der Iran einen Fehler begehen.

Als Vergeltung für den US-Mord griff der Iran, offenbar unbeeindruckt von der Drohung Trumps, zwei US-Militärbasen im Irak an. Wenige Stunden nach den iranischen Raketenangriffen stürzte dann nahe Teheran ein ukrainisches Passagierflugzeug mit 176 Menschen an Bord ab. US-Präsident Trump sah zunächst vor Gegenschlägen ab, da kein US-Personal verletzt oder gar getötet wurde, verschärfte aber die bestehenden Sanktionen gegen den Iran erneut. 

Am Samstag räumte der Iran dann ein, dass er für den Flugzeugabsturz verantwortlich sei. Die Luftabwehr, die wegen befürchteter US-Gegenschläge in höchste Alarmbereitschaft versetzt war, habe einen Fehler begangen und den Passagierflieger mit einer feindlichen Rakete verwechselt und zum Abschuss freigegeben. Man bedaure den Vorfall zutiefst.

Nach dem Schuldeingeständnis des Iran kommt es auch zu Demonstrationen im Land, bei denen die Regierung für den Abschuss anprangert wird. US-Präsident Trump stellte sich auf die Seite der Demonstranten beziehungsweise des "iranischen Volkes" und unterstützt die Proteste. 

"Ich stehe an eurer Seite", twitterte er.

Der Sprecher des Außenministeriums, Abbas Musawi, warf Trump daraufhin vor, Krokodilstränen zu vergießen, immerhin stehe er offenbar nicht auf der Seite der Millionen Iraner, die Soleimanis Tötung verurteilten und über dessen Tod trauerten. Außerdem seien es gerade die US-Sanktionen, die den Iranern das Leben erschwerten und diese direkt treffen. Diese seien "Grundursache" der wirtschaftlichen Probleme, denen die Iraner heute gegenüberstehen, einschließlich der Nahrungsmittel- und Medikamenten-Knappheit.

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