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"Wie läuft das Klimaabkommen?" Trump trollt Macron während massiver Rentenproteste und -streiks

"Wie läuft das Klimaabkommen?" Trump trollt Macron während massiver Rentenproteste und -streiks
US-Präsident Donald Trump hat seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron via Twitter einen Seitenhieb verpasst, indem er ein Video aus der französischen Hauptstadt teilte, das brennende Autos zeigt, und ihn fragte: "Wie läuft es eigentlich mit dem Klimaabkommen? Fragt lieber nicht!"

Offenbar war der US-Präsident am Silvesterabend in bester Twitter-Laune. Er retweetete fleißig zu Themen wie den Protesten gegen die USA in Bagdad, seinem Kontrahenten Joe Biden, einem Handelsabkommen mit China, dem Impeachment-Verfahren gegen ihn und eben auch zu brennenden Pkw in Paris.

Seit Anfang Dezember wüten in ganz Frankreich Proteste und Streiks gegen eine geplante Rentenreform, durch die französische Arbeiter verschiedenster Sparten finanzielle Renteneinbußen und ein höheres Renteneintrittsalter befürchten. Hinzu kommen die Proteste der Gelbwesten, die seit über einem Jahr gegen die Politik Macrons auf die Straße gehen.

Offenbar mit Bezug auf die Unruhen, teilte Trump einen Tweet mit dem Titel "Macrons Frankreich", der ein Video beinhaltet, in dem Fahrzeuge in Paris brennen. Trump retweetete dazu den umstrittenen rechtsgerichteten Korrespondenten von One America News (OAN) John Michael Posobiec. Kritiker bezeichnen diesen als antisemitischen, rechtsradikalen Verschwörungstheoretiker, der Anhänger der Alt-Right-Bewegung ist. Über dem Video, das eigenen Angaben zufolge ein Freelancer auf Twitter hochgeladen hatte, heißt es: "Laut Berichten wurden Dutzende von Autos in Paris in Brand gesteckt – eine Stunde vor den Silvesterfeierlichkeiten ..."

Donald Trump teilte den Beitrag und fügte in seinem eigenen Tweet hinzu: "Wie läuft es mit dem Pariser Abkommen? Fragt lieber nicht!"

Dies war wohl eine Art Retourkutsche für den französischen Präsidenten, der sich regelmäßig für die Klimaschutzziele und das Pariser Klimaabkommen ausspricht und Trump für den Rückzug der Vereinigten Staaten aus dem Abkommen kritisiert. Macron hat bislang nicht auf Trumps Tweet reagiert, dafür gab es aus dem Pariser Rathaus eine Antwort. Gestern Morgen antwortete Emmanuel Grégoire, der erste Stellvertreter der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo, dem US-Präsidenten auf Twitter wie folgt:

Sehr geehrter Donald Trump, es brannten nur sechs Autos gestern Abend in der 4 rue Tesson, einem schönen Viertel im 10. Bezirk von Paris, was wohl auf einen Unfall zurückzuführen ist, wobei das Pariser Abkommen noch immer auf Ihre Unterstützung wartet, um den Planeten 'wieder großartig zu machen'.

Was in Paris ein Unfall gewesen sein soll, war in Straßburg allerdings keiner. Hier sollen in der Silvesternacht über 200 Fahrzeuge gebrannt haben. 

Darüber hinaus sollen Feuerwehrmänner bei ihren Einsätzen gezielt attackiert worden sein, wie Thierry Carbiener, Präsident der französischen Brand- und Rettungsdienste in Bas-Rhin, mitteilte. Er spricht von einer sehr "angespannten Atmosphäre" und "äußerst gewalttätigen Mitgliedern organisierter Banden", die Einsatzkräfte "mit Eisenstangen" angegriffen haben.

Französische Medien bezeichnen die brennenden Autos bereits als "Tradition" der Armenviertel. Im letzten Jahr verbrannten in ganz Frankreich mehr als 1.000 Fahrzeuge.

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