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Frankreich: Tränengas, Krawall und Gewalt in mehreren Städten - Massenproteste gegen Macron-Rente

Frankreich: Tränengas, Krawall und Gewalt in mehreren Städten - Massenproteste gegen Macron-Rente
In ganz Frankreich kam es gestern zu Streik- und Protestaktion gegen die geplanten Rentenreformen der französischen Regierung. Während Behörden von 800.000 Teilnehmern sprechen, gibt die französische Gewerkschaft CGT fast doppelt so viele an, nämlich 1,5 Millionen. Im Großen und Ganzen verliefen die Proteste friedlich, jedoch kam es stellenweise auch immer wieder zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und den Demonstranten, besonders in Paris, aber auch in Nantes und Lyon.

Allein in Paris gingen laut Regierung 65.000 und laut CGT 250.000 Menschen auf die Straße, rund Hundert wurden festgenommen. Besonders zwischen Polizei und Anhängern des Schwarzen Blocks kam es immer wieder zu gewaltsamen Szenen. Es wurde dabei auch mehrfach gefilmt, wie öffentliches Eigentum zerstört und Brände gelegt wurden. Die Polizei reagierte mit massivem Tränengasbeschuss. Auch in Lyon und Nantes kam es zu Zusammenstößen. 

Hier ein Zusammenschnitt aus den drei Städten: 

Mehrere Gewerkschaften hatten für gestern zum Generalstreik aufgerufen und zu Massenprotesten mobilisiert, um die französische Regierung zum Umlenken bei ihren Rentenplänen zu bewegen. Sie wollen solange weiterkämpfen, bis die Reformen neu verhandelt werden. In Dutzenden von Städten kam es deshalb zu Protesten. Verschiedenste Berufsgruppen schlossen sich an. So streikten auch Polizisten, Anwälte, Krankenhauspersonal, Lehrer, Feuerwehrleute, Studenten, Journalisten, Flughafenpersonal, Angestellte des öffentlichen Nahverkehrs und viele andere Berufsgruppen. Auch Anhänger der Gelbwesten-Bewegung schlossen sich an. Die Bahnhöfe waren demzufolge menschenleer, Schulen und Kindergärten blieben geschlossen, Flüge fielen aus. Sicher ist: Frankreich war gestern in weiten Teilen lahmgelegt, und die gestrige Mobilisierung stellte sogar die Gelbwesten-Demonstrationen in den Schatten, die bereit seit über einem Jahr jeden Samstag gegen wirtschaftliche Ungerechtigkeit und mittlerweile auch gegen Präsident Macron persönlich stattfinden.

Der Streik ist unbefristet geplant, und Teile der Beschäftigten streiken auch heute noch. So setzen zum Beispiel die Gewerkschaftsmitglieder der staatlichen Eisenbahngesellschaft Frankreichs SNCF ihren Streik auch heute noch fort, weshalb weiterhin mit großen Verkehrseinschränkungen gerechnet wird. Auch U-Bahnen fahren heute nur unregelmäßig.

Der Grund für den Aufruhr ist Macrons Rentenreform. Er will ein einheitliches Punkte-Renten-System schaffen, wodurch viele Berufsgruppen teilweise Privilegien verlieren und folglich länger arbeiten müssen, wenn die Rente noch stärker von der Dauer der Beitragsleistungen abhängig wird. Macron verteidigt sein Vorhaben, es sei viel fairer als das alte System. Trotz der Streiks will Macron weiter an seinen Plänen festhalten.

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