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Frankreich: Über 100 jüdische Gräber mit Hakenkreuzen beschmiert

Frankreich: Über 100 jüdische Gräber mit Hakenkreuzen beschmiert
Auf einem jüdischen Friedhof in Westhoffen bei Straßburg wurden am Mittwoch 107 Gräber mit Hakenkreuzen und antisemitischen Symbolen beschmiert. Videoaufnahmen zeigen Hakenkreuze auf den Grabsteinen sowie die Zahl "14", ein Symbol, das von rechtsextremen Gruppen verwendet wird.

Der französische Innenminister Christophe Castaner, der den Friedhof besuchte, bezeichnete den Vorfall als "ein sehr gefährliches Verhalten" und "eine Beleidigung für das Andenken an die hier Begrabenen".

Präsident Emmanuel Macron schrieb kurz nach Bekanntwerden der Vorfälle bei Twitter: "Antisemitismus ist ein Verbrechen, und wir werden ihn bekämpfen, in Westhoffen und überall, bis unsere Toten in Frieden ruhen können."

Laut dem Schweizer Journalisten und Frankreichkorrespondenten Rudolf Balmer gebe es in Frankreich vielfältige Ursprünge des Antisemitismus. Gerade in der jüngeren muslimischen Bevölkerung grassiert ein Antisemitismus, der sich oft auf religiöse Schriften oder auf den Palästina-Konflikt beruft. In diesem Zusammenhang wird oft von einem neuen Antisemitismus gesprochen.

"Für das Jahr 2018 ist in den französischen Statistiken von mehr als 75 Prozent Zunahme die Rede. Alle Formen von antisemitischen Aggressionen, Attacken und Beschimpfungen werden festgehalten. Die Tendenz ist eindeutig: Solche Übergriffe nehmen in Frankreich zu", so Balmer laut dem News Portal SRF News.

Eine Untersuchung des Vorfalls in Westhoffen wurde eingeleitet. Nach Castaner soll Frankreich ein nationales Büro zur Bekämpfung antireligiöser Hassverbrechen nach dem Vorfall einrichten.

Die jüdische Gemeinde in Frankreich wird auf rund 550.000 Menschen geschätzt, die größte in Europa. Laut aktuellen Befragungen innerhalb der jüdischen Gemeinde erwägen 38 Prozent aller französischen Juden ernsthaft auszuwandern.

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