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Hongkong: Proteste werden immer gewalttätiger – Bürger beginnen sich gegen Protestler zu wehren

Hongkong: Proteste werden immer gewalttätiger – Bürger beginnen sich gegen Protestler zu wehren
Die Proteste in Hongkong werden immer gewalttätiger. Zugleich wurde die Justizministerin in London angegriffen und verletzt. Es war die erste direkte Attacke gegen ein Regierungsmitglied. Den vierten Tag in Folge steht der Verkehr in Hongkong teilweise still. Das hat Folgen für Schulen und Kindergärten: Sie schließen für den Rest der Woche.

Die Gewalt in Hongkong hat in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen. Vergangene Woche bestätigten die Behörden den Tod eines Studenten, der am Rande von Ausschreitungen von einem Parkhaus gestürzt war. Gestern gab es ein weiteres Todesopfer: Ein 70-jähriger Reinigungsarbeiter der Stadtverwaltung, der mithalf, Demonstranten aus einem Kiez zu vertreiben, wurde von einem Pflasterstein am Kopf getroffen und erlag später im Spital seiner schweren Kopfverletzung.

Am Montag hatte ein Polizist einem jungen Demonstranten in den Bauch geschossen.

Außerdem zündete ein radikaler Demonstrant einen Sympathisanten der Regierung an. Sein Zustand ist kritisch. Gleiches gilt für einen 15-Jährigen, der laut Berichten von einem Tränengas-Kanister am Kopf getroffen worden war.

Gestern setzten Demonstranten nach einem vierten aufeinander folgenden Tag der Störungen in der Stadt die Mautstellen am Cross-Harbour Tunnel, einer wichtigen Verkehrsader, in Brand.

Politiker und Beobachter fürchten, dass der Teufelskreis aus Gewalt und Gegengewalt nicht mehr durchbrochen werden kann. Mittlerweile beginnen gewöhnliche Bürger, das Recht in die eigenen Hände zu nehmen und die Demonstranten zu vertreiben oder festzuhalten.

Seit fünf Monaten fordern Menschen in Hongkong politische Reformen. Anlass war ein kontroverses Gesetzesvorhaben vom Februar, das die Auslieferung von Tatverdächtigen an das Festland ermöglichen sollte. Auf die Forderungen ist die Lokalregierung bisher nicht eingegangen. Auch die Zentralregierung in Peking schaltet auf stumm und droht mit dem Einsatz der Volksbefreiungsarmee.

An allen Schulen in Hongkong fällt für den Rest der Woche der Unterricht aus. Auch Kindergärten bleiben ab heute geschlossen. An vielen Bildungseinrichtungen war ohnehin in den vergangenen Tagen kein regulärer Betrieb möglich.

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