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Putin: Es gibt keine Macht in Bolivien – Es steht am Rande des Chaos

Putin: Es gibt keine Macht in Bolivien – Es steht am Rande des Chaos
Russlands Präsident Putin hat sich gestern während einer Pressekonferenz nach dem BRICS-Gipfel in Brasilien besorgt über die derzeitige Entwicklung in Bolivien gezeigt. Nach dem Rücktritt des bolivianischen Ex-Präsidenten Evo Morales, der sich nach eigenen Angaben von der Opposition und radikalen Gegnern zu diesem Schritt gezwungen sah, sagte Putin, dass sich die politische Situation in Bolivien so entwickelt habe, dass "es überhaupt keine Macht gibt" und das Land am Rande des Chaos stehe.

Putin zog sogar einen Vergleich zu Libyen, nachdem dessen Präsident Gaddafi von Radikalen gelyncht worden war und NATO-Kräfte das Land bombardierten. Seither herrscht in Libyen Chaos. 

Putin sagte dazu: 

Es gibt keine Macht, also eine Anarchie. Im Allgemeinen erinnert es mich an Libyen. Auch wenn es keine direkte äußere bewaffnete Invasion gibt, steht das Land am Rande des Chaos.

Er stimmte zu, dass gewisse sozioökonomische Probleme der Bolivien-Krise zugrunde liegen, betonte jedoch, dass eben auch die Einmischung von außen zu der Verschärfung beitrage.

Es gibt ja immer sozioökonomische Probleme, die der Ursache zugrunde liegen, eine Art Unordnung, einige ungelöste Probleme, obwohl es – wir sprechen dies immer wieder an – auch einige Faktoren der Einmischung von außen gibt. Sie entstehen aber immer dort, wo interne Schwierigkeiten bestehen. 

Die Opposition hat die Ergebnisse nach den Wahlen am 20. Oktober, aus denen Morales als Sieger hervorging, angezweifelt und gegen ihn mobilisiert. Morales hatte knapp die nötigen zehn Prozent Vorsprung gegenüber seinem Konkurrenten erhalten und so eine Stichwahl umgangen. Er beteuerte aber, dass es keine Wahlmanipulationen gegeben hat. Doch seine Gegner schenkten ihm keinen Glauben. Zudem protestierten sie generell gegen eine vierte Amtszeit von Morales, die laut Verfassung eigentlich untersagt ist. Allerdings hatte das Verfassungsgericht entschieden, eine solche zuzulassen – angesichts seiner breiten Zustimmung in Bolivien, die er insbesondere aus den ärmeren Schichten der Bevölkerung erhielt. Infolge der jüngsten Proteste und Krawalle hatte er Neuwahlen vorgeschlagen, wodurch die Unruhen jedoch nicht gestoppt werden konnten. Nach Angriffen auf mehrere politische Mitstreiter, Unterstützer und sogar seine eigene Schwester verkündete er am Sonntag, vom Präsidentenamt zurückzutreten, in der Hoffnung, dass die Gewaltakte gegen seine eigenen Leute dadurch gestoppt würden. Eine ganze Reihe seiner Minister trat ebenfalls angesichts der aggressiven Stimmung im Land zurück. Morales wiederum setzte sich nach Mexiko ab und gab bekannt, dass Oppositionelle ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt hatten. Nach seiner Ankunft bedankte er sich bei der mexikanischen Regierung für die "Rettung seines Lebens".

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