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Alle Zeichen auf Bürgerkrieg? Bolivien nach erzwungenem Rücktritt von Präsident Evo Morales

Alle Zeichen auf Bürgerkrieg? Bolivien nach erzwungenem Rücktritt von Präsident Evo Morales
Bolivien befindet sich seit den Parlamentswahlen vom 20. Oktober in einer schweren politischen Krise. Morales ist aus diesen als Sieger hervorgegangen und hätte seine vierte Amtszeit in Folge angetreten. Die Opposition prangerte allerdings Wahlmanipulationen an und mobilisierte gegen die Regierung. Nach Krawallen, Unruhen und Angriffen auf Regierungsvertreter sah Morales sich zum Rücktritt gezwungen. Seitdem scheint die Situation in Bolivien sich laufend zu verschärfen.

Radikale Milizen haben sich dem Putsch angeschlossen, schworen schwer bewaffnet neben Polizisten, ihre Gegner zu töten.

Videos von gewaltsamen, blutigen Zusammenstößen dringen aus dem Land. Nachdem der Polizeichef von La Paz eine Intervention des Militärs gefordert hatte, da die Sicherheitskräfte überfordert seien und die Eingeborenen "bewaffnet" wären, erklärte der Befehlshaber der bolivianischen Streitkräfte, Williams Kaliman Romero, dass die Armee gemeinsame Operationen mit der Polizei durchführen werde, um die Ordnung wiederherzustellen, während sich zunehmend Proteste der Bevölkerung gegen die neue selbsternannte Interimspräsidentin Jeanine Áñez und für den abgesetzten Präsidenten Evo Morales entfachen.

Im Folgenden sind Militär und Polizei für gemeinsame Operationen auf den Straßen:

Hier patrouilliert Militär in Cochabamba: 

Hier in La Paz:

Gestern verbreiteten sich Videos, die zeigen, dass Polizisten gefolgt von rechten Mobs von Haus zu Haus ziehen und Morales' Unterstützer auf schockierende Art und Weise aus ihren Häusern zerren und angreifen. Bewaffnete Milizen erklärten ihnen zudem den Krieg.

Hier mehr dazu: Schockaufnahmen aus Bolivien: Rechtsextreme Milizen machen nach Putsch Jagd auf Morales-Anhänger

Auf der anderen Seite machen auch Morales' Anhänger mobil. Militär, Polizei und Milizen sollen brutal gegen sie vorgehen. Folgende Aufnahmen sollen ein solches Vorgehen gegen Pro-Morales-Demonstranten dokumentieren:

Bezüglich dieses Videos heißt es: "Fürchterliche Menschenrechtsverletzung am zweiten Tag in Ovejuyo. Polizei und Paramilitärs schießen ohne Skrupel aus nächster Nähe auf Menschen. Drei Tote und Dutzende Verletzte. Einfache Bürger waren hier gegen den Putsch auf die Straßen gezogen.

Aufnahmen aus Santa Cruz: 

Zu diesem Video behaupteten Morales-Anhänger, dass in La Paz aus einem Hubschrauber heraus das Feuer auf sie eröffnet wurde: 

Zahlreich zogen Morales-Anhänger nach La Paz, um gegen den Staatsstreich zu demonstrieren:  

In El Alto fliegen "Militärflugzeuge" tief über sie hinweg:

Folgende Aufnahmen zeigen bewaffnete Anhänger von Evo Morales. In der Videobeschreibung liest man:

Es formieren sich gegen den rassistischen, rechtsgerichteten Militärputsch in Bolivien indigene Widerstände. Die Menschen sind verärgert über den Putsch und den Rassismus der Anti-Indigenen, über die Vorfälle mit dem Militär, der Polizei, rechtsextremen Mobs und Politikern in den letzten Tagen.

Sie brüllen im Chor: "Bürgerkrieg!"

Auch Gewerkschaften wehren sich. Andrónico Rodríguez, Koordinator der Sechs Verbände der Tropen von Cochabamba, einer der mächtigsten Gewerkschaften Boliviens, hat zur nationalen Mobilmachung gegen die selbsternannte Interimspräsidentin aufgerufen – solange, bis Morales zur Präsidentschaft zurückkehrt.

Wir rufen zu einer nationalen Mobilisierung gegen den Staatsstreich auf, der in unserem Land verübt wurde.

Rodríguez forderte "alle sozialen Organisationen im ganzen Land auf, sich zusammenzuschließen".

Wir werden auf den Straßen bleiben, bis unser Bruder, Präsident Evo Morales, in die Präsidentschaft zurückkehrt, da er bis zum 22. Januar 2020 ein verfassungsmäßiges Mandat hat", sagte der Branchenführer.

Morales wiederum setzte sich nach Mexiko ab, nachdem Oppositionelle auf ihn ein Kopfgeld ausgesetzt hatten. Nach seiner Ankunft bedankte er sich bei der mexikanischen Regierung für die "Rettung seines Lebens".

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