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Zwickau: Merkel besucht NSU-Gedenkstätte – Demonstranten empfangen sie mit "Merkel muss weg"-Rufen

Zwickau: Merkel besucht NSU-Gedenkstätte – Demonstranten empfangen sie mit "Merkel muss weg"-Rufen
Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte am Montag im ostdeutschen Zwickau eine Gedenkstätte für die Opfer der rechtsextremen Terrorgruppe NSU, während Gegendemonstranten gegen sie protestierten. Zur neuen Gedenkstätte am Schwanenteichpark wurde sie von Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer begleitet.

Auch eine Gruppe einheimischer Schüler sowie die Bürgermeisterin der Stadt, Pia Findeiß, begleiteten die Bundeskanzlerin. Angela Merkel legte weiße Blumen vor einen Baum ab und versicherte, dass die Bundesregierung alles tun werde, damit "sich solche Dinge nicht wiederholen".

Merkel fuhr fort: "Es ist so schön, dass junge Menschen auch heute mit dabei sind und sagen: 'Wir wollen mit dafür sorgen, dass so etwas in Deutschland sich nicht wiederholt.'"

Eine Gruppe von rund 50 Demonstranten hatte zeitgleich an einer Straßenkreuzung eine Demonstration gegen den Besuch der Kanzlerin abgehalten und sie dort lautstark bei ihrer Ankunft mit "Merkel muss weg"-Rufen in Empfang genommen. Beim Protest kam auch ein Megafon zum Einsatz, sodass die Protestrufe auch während der Gedenkveranstaltung bis zu Merkel und den anderen Besuchern durchdrangen.

Die Merkel-Gegner riefen auch Parolen wie: "Diese Stadt hat eure Propaganda satt!" Außerdem spielten sie die deutsche Nationalhymne ab, um die "Kanzlerin zittern zu sehen". 

Wie Videoaufnahmen zeigen, waren unter den Protestlern Pro-Chemnitz-Unterstützer sowie Anhänger der Partei "Aufbruch deutscher Patrioten". 

Der laut Bundesanwaltschaft lediglich aus drei Mitgliedern bestehenden NSU-Zelle werden insgesamt zehn Morde zwischen 2000 und 2007 zur Last gelegt. Acht der Opfer waren türkischer Herkunft, die anderen waren ein Grieche und eine deutsche Polizistin. Im Jahr 2018 wurde Beate Zschäpe, das letzte überlebende Mitglied des "Nationalsozialistischen Untergrunds", vom Oberlandesgericht München wegen zehnfacher Mordfälle für schuldig befunden. Für die eröffnete Gedenkstätte wurden zehn Bäume symbolisch für die Opfer gepflanzt.  

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