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Assad begrüßt Sotschi-Abkommen als taktisch klugen Zwischenschritt: "USA sind damit ausmanövriert"

Assad begrüßt Sotschi-Abkommen als taktisch klugen Zwischenschritt: "USA sind damit ausmanövriert"
Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat gestern bei einem Interview im syrischen Fernsehen die angebliche US-Operation, bei der der IS-Anführer al-Baghdadi getötet worden sein soll, angezweifelt. Er selbst habe von dieser nur aus den Medien erfahren. "Auf den Radarbildschirmen wurden keine Flugzeuge registriert. Warum wurden die Überreste von Baghdadi nicht gezeigt? Das ist das gleiche Szenario, das mit (Osama) bin Laden durchgeführt wurde", so Assad.

Bei einer Geheimoperation von US-Spezialkommandos soll der IS-Anführer Baghdadi getötet worden sein. Er habe sich laut US-Angaben, nachdem er sich in einen Sackgassen-Tunnel geflüchtet hatte und von einem Militär-Hund verfolgt worden ist, mit Hilfe eines Sprengstoffgürtels in die Luft gesprengt. Seine Leiche wurde angeblich zerstückelt und durch einen Tunneleinsturz verschüttet. Man habe aber anhand von DNA-Spuren auf seiner Unterhose zweifelsfrei feststellen können, dass es Baghdadi war. Seine Überreste habe man dann an unbekannter Stelle ins Meer geworfen.

Assad äußerte sich auch zum russisch-türkischen Abkommen, das der russische Präsident Wladimir Putin und dessen türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdoğan am 22. Oktober in Sotschi nach stundenlangen Verhandlungen getroffen hatten. Bei diesem einigte man sich auf eine 150-stündige Feuerpause, die an eine US-verhandelte Waffenruhe anschloss, nachdem die Türkei am 9. Oktober eine Militäroffensive in der syrischen Grenzregion zur Türkei gestartet hatte, um kurdische Truppen auszumerzen. Dafür sollten diese sich und ihr Gerät mindestens 30 Kilometer hinter die Grenze zurückziehen. Zwar kam es vereinzelt weiterhin zu Kampfhandlungen zwischen türkisch gestützten Kämpfern und kurdischen Formationen, aber sie nahmen eklatant ab, und der Rückzug fand ohne großes Blutvergießen statt. Der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu erklärte am Dienstag, kurz vor Auslaufen der Waffenruhe, dass der Abzug der kurdischen Truppen und ihrer Ausrüstung aus der Nähe der türkisch-syrischen Grenze abgeschlossen sei. Gemeinsame türkisch-russische Patrouillen in der Region sollen Kampfausbrüche verhindern und für Stabilität sorgen. Rund eine Million syrische Flüchtlinge aus der Türkei sollen dann in das Gebiet umgesiedelt werden.

Assad kritisierte im Interview, dass die Türken zwar nicht zum sofortigen Abzug gezwungen sind, begrüßte aber die russisch-türkische Einigung dennoch und glaubt, dass diese ein Schritt sei, die am Ende zur vollen syrischen Souveränität führt. 

Durch diese Vereinbarung haben die Russen über die Türken die Oberhand gewonnen, die Amerikaner ausmanövriert und den von den Deutschen vorgeschlagenen Aufruf zur internationalen Beteiligung unterdrückt. Deshalb ist diese Vereinbarung ein positiver Schritt. Sie kann nicht alles erreichen in dem Sinne, dass sie die Türken nicht zwingen wird, sofort abzuziehen. Sie begrenzt jedoch den Schaden und ebnet den Weg für die Befreiung dieser Region in der Zukunft oder in der unmittelbaren Zukunft, wie wir hoffen.

Auch Putin hatte bei der Pressekonferenz in Sotschi, die an die Verhandlungen anschloss, betont: 

Syrien muss von allen illegalen ausländischen Militärpräsenzen befreit werden. Eine dauerhafte und langfristige Stabilisierung in Syrien insgesamt ist nur mit der Souveränität und territorialen Integrität dieses Landes möglich.

Auch die Türkei und der Iran betonten, dass Syrien auf längere Sicht seine volle territoriale Integrität zurückerlangen soll. Die Türkei besteht allerdings darauf mit Berufung auf das syrisch-türkische Adana-Abkommen, dass die syrisch-türkische Grenzregion frei von kurdischen Kämpfern ist, die die Türkei als Terroristen ansieht.

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