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Irak: Nicht willkommen – Männer stellen sich US-Konvoi beim Rückzug aus Syrien in den Weg

Irak: Nicht willkommen – Männer stellen sich US-Konvoi beim Rückzug aus Syrien in den Weg
Die USA haben mit ihrem Truppenrückzug aus dem syrischen Gebiet an der Grenze zur Türkei den Weg für die türkische Offensive gegen die Kurden als US-verbündete frei gemacht. Die US-Truppen verließen ihre syrischen Stützpunkte und sprengten dabei sowohl Infrastruktur als auch Gerät, um beides unbrauchbar zu machen. Rund 1.000 der US-Soldaten aus Syrien sollen zunächst in den Irak ziehen. Dort sind sie aber offenbar weder den Kurden noch dem irakischen Militär willkommen.

Der US-Entschluss, jene Truppen "vorübergehend in den Irak" zu verlegen, hatte dort für heftige Kritik gesorgt. Das irakische Militär erklärte daraufhin, dass die USA keine Genehmigung von der irakischen Regierung dafür erhalten hätten. 

Aufnahmen aus Erbil, einer Stadt des autonomen Kurdengebiets im Irak, zeigen Männer, die sich US-Militärwagen in den Weg stellen und sie so an der Weiterfahrt zu hindern versuchen.

Weitere Aufnahmen aus Erbil sollen kurdische Männer zeigen, die den Konvoi mit Steinen bewerfen und den US-Soldaten immer wieder "fuck you" entgegenrufen. 

US-Verteidigungsminister Mark Esper befindet sich gerade auf Tour in der Golfregion. Heute will er in Bagdad über die US-Truppen aus Syrien sprechen und die Wogen glätten. Laut US-Angaben sollen sie nach und nach zurück in die USA gebracht werden. Trump hatte versprochen, sie "nach Hause zu holen". 

Im Irak befinden sich noch immer mehr als 5.000 US-Soldaten im Rahmen der US-geführten Anti-IS-Koalition. Über die US-Militärpräsenz wird im Irak politisch heftig gestritten. Politiker fordern immer wieder, dass die US-Truppen abziehen. Die Ankündigung, 1.000 US-Soldaten aus Syrien in den Irak zu bringen, hatte dementsprechend diese Debatte weiter befeuert.

Die Kurden hatten bis zuletzt mit den US-Militärs in Syrien nahe der türkischen Grenze zusammengearbeitet. Erdoğan hatte die bewaffneten Kurden vor den türkischen Grenzen stets scharf kritisiert und die Schaffung einer Sicherheitszone im syrisch-türkischen Grenzgebiet gefordert. Mitte Oktober kündigte Trump den Rückzug seiner Truppen von der gemeinsamen Operation mit den syrischen Kurden an. Nun sollen nur einige wenige US-Soldaten in der Region verbleiben, um Öl-Anlagen zu schützen. Erdoğan startete eine Militäroffensive gegen die Kurden-Milizen in Syrien. Seit Donnerstag herrscht allerdings eine Feuerpause, während dieser sich u. a. die Kurden-Verbände aus einer 30 Kilometer breiten Zone entlang der Grenze zurückziehen sollen.

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