icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Deutschland: 2.000 Traktoren rollen in Hannover aus Protest gegen Agrarreformen ein

Deutschland: 2.000 Traktoren rollen in Hannover aus Protest gegen Agrarreformen ein
Am Dienstag fuhren Landwirte mit rund 2.000 Traktoren auf den Straßen Hannovers auf, um gegen die deutsche Agrarpolitik und die Verteufelung des Bauernstandes zu protestieren. Die Aufnahmen zeigen lange Konvois landwirtschaftlicher Fahrzeuge, die durch die Stadt fahren und dabei den Verkehr zum Erliegen bringen.

Einer der Redner forderte, dass die Landwirte für Umweltschutzmaßnahmen bezahlt werden sollten, und fügte an, dies solle nicht geschehen, um sie damit zu "entschädigen oder zu subventionieren", sondern "weil es ein Dienst an der Gesellschaft ist und Dienstleistungen für die Gesellschaft bezahlt werden sollten".

Zu den Bedenken der Demonstranten gehören der bis 2030 geplante vollständige Ausstieg Berlins aus der Nutzung des Herbizids Glyphosat sowie die Sorge, dass sibevorstehende Freihandelsabkommen der EU mit dem südamerikanischen Mercosur-Block sie im Wettbewerb benachteiligen könnte.

Der Protest war Teil einer koordinierten Aktion in ganz Deutschland, an der Tausende teilnahmen. Zur zentralen Kundgebung in Bonn fuhren laut Polizei über 1.000 Traktoren in die Innenstadt. Landwirte hatten sich demnach bereits am Montagabend auf den Weg in die ehemalige Bundeshauptstadt gemacht. 

Auch der Deutsche Bauernverband stellt sich hinter die Proteste. "Wir haben volles Verständnis für die Demonstranten und sind solidarisch, solange die Aktionen gewaltfrei bleiben", sagte Verbandspräsident Joachim Rukwied der Passauer Neuen Presse.

Agrarministerin Julia Klöckner äußerteVerständnis für die Sorgen der Landwirte. Zugleich wies die stellvertretende CDU-Vorsitzende auf nötige Veränderungen in der Landwirtschaft hin. "Ich mute den Landwirten etwas zu, Veränderungen, aber ich mache das nicht, ohne dass ich sie auch finanziell unterstütze mit Fördermaßnahmen", sagte Klöckner im ZDF-Morgenmagazin.

Greenpeace fordert, das System der Agrarsubventionen grundlegend umzustellen. Betriebe, die auf eine klima- und artenschonende Landwirtschaft umstellen, müssten gezielt finanziell unterstützt werden. Zugleich müssten aber auch die Verbraucher bereit sein, für gesunde, umweltfreundlich produzierte Lebensmittel einen angemessenen Preis zu zahlen.

Mehr zum Thema – Niederlande: Traktoren blockieren Den Haag aus Protest gegen vorgeschlagene Klimaschutzmaßnahmen

Folge uns aufRT
RT
Kriegstrauma loslassen lernen

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen