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Putin reist nach Paris, um Abschied von Chirac zu nehmen

Putin reist nach Paris, um Abschied von Chirac zu nehmen
Der ehemalige französische Präsident Jacques Chirac ist am Donnerstag im Alter von 86 Jahren verstorben. Gestern nahmen Politgrößen und Weggefährten Abschied von ihm, darunter der russische Präsident Wladimir Putin.

Putin landete am Montag am Pariser Flughafen Charles de Gaulle, um an der Beerdigung von Jacques Chirac teilzunehmen. Die Trauerfeier fand in der Kirche Saint-Sulpice in Paris statt. Führende Persönlichkeiten aus aller Welt nahmen an dem Gottesdienst teil, darunter der amtierende französische Präsident Emmanuel Macron, sein deutscher Amtskollege Frank-Walter Steinmeier und der ehemalige US-Präsident Bill Clinton. 

Chirac wurde 1995 und 2002 zum Präsidenten gewählt, nachdem er zuvor bereits Premierminister war.

In einem Kondolenzschreiben, das auf der Webseite des Kreml veröffentlicht wurde, wird Putin folgendermaßen zitiert: 

Russland wird sich an seinen großen persönlichen Beitrag zur Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen unseren Ländern sowie zur gegenseitig vorteilhaften bilateralen Zusammenarbeit erinnern.

Putin, Chirac und der damalige Bundeskanzler Gehard Schröder hatten damals eine partnerschaftliche Politik verfolgt. Zusammen hatten sie sich gegen die US-Invasion im Irak gestellt.

Auf Twitter schrieb jemand zu einem Foto der drei Politiker: 

Ein Blick zurück auf die 2000er-Jahre. Wir hatten Schröder in Deutschland und Berlusconi in Italien. Und Jacques Chirac in Frankreich. Putin in Russland. Und sie alle verstanden sich gut und respektierten sich gegenseitig. Ruhe in Frieden, Jacques Chirac.

Umso erstaunlicher war, dass Altbundeskanzler Gehard Schröder nicht bei der Trauerfeier erschien, doch nicht etwa, weil er nicht wollte, sondern man ihm offenbar von französischer Seite aus sagte, dass er wegen Platzmangels nicht kommen könne. 

Dies teilte zumindest Schröders Büro laut dem Tagesspiegel mit. 

In einem Gastkommentar für die Welt nahm Schröder mit persönlichen Worten Abschied von Chirac:

Als Bundeskanzler durfte ich sieben Jahre mit ihm zusammenarbeiten. [...] Er war ein intelligenter und charmanter Charakter; einer, der Loyalität zu schätzen wusste und selbst verlässlich war. [...] So hielt die Verbindung zu mir, auch nachdem ich aus dem Amt geschieden war. 

Und auch er erinnert sich an die gemeinsame Ablehnung zum Irakkrieg zurück:

Ohne dieses Maß an gegenseitigem Vertrauen wäre auch das Aufbegehren von Teilen Europas gegen den fatalen Irak-Krieg, den George W. Bush 2003 begann, nicht möglich gewesen. Heute wissen wir, dass diese Militäraktion eine entscheidende Ursache für Kriege und Bürgerkriege im Nahen und Mittleren Osten, nicht zuletzt auch für das Entstehen des IS, war. [...]

Aber als er fest davon überzeugt war, dass die Begründungen für den Krieg falsch waren und dieser Krieg zu unkontrollierbaren Folgen in der Region führen würde, stand er fest zum Nein. Für mich war diese Festlegung Chiracs, ebenso wie das russische Nein zum Krieg, eine wichtige Rückendeckung. [...]

Ich werde den Menschen Jacques Chirac vermissen. Europa hat einen ganz Großen verloren.

Chirac hatte Putin 2006 für seinen Beitrag zur französisch-russischen Freundschaft mit dem Großkreuz der Ehrenlegion ausgezeichnet.

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