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UN-Generalversammlung: Erdoğan attackiert Israel – Netanjahu antwortet per Videonachricht

UN-Generalversammlung: Erdoğan attackiert Israel – Netanjahu antwortet per Videonachricht
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan brachte gestern für seine Rede vor der UN-Generalversammlung eine Pappkarte mit der Darstellung, wie Israel palästinensische Gebiete übernahm, mit. "Das palästinensische Gebiet unter israelischer Besatzung ist zu einem der herausragendsten Orte der Ungerechtigkeit geworden", sagte er. Der israelische Premierminister Netanjahu reagierte bereits auf Erdoğans Worte und warf diesem vor, zu lügen und Kurden "abzuschlachten".

Als Erdoğan seine mitgebrachte Pappkarte in die Höhe hielt, fragte er: "Wo beginnt und endet das Land Israel?" Die Karte zeigt, wie Israel sich seit 1948 bis heute ausgedehnt hat. "Heute … gibt es kaum noch eine palästinensische Präsenz. Das ganze Land gehört Israel", sagte er. "Aber würde es Israel genügen? Nein, Israel ist immer noch bereit, das restliche Land zu übernehmen."

Damit spielte der türkische Staatschef auf Netanjahus Wahlversprechen zur Annexion von weiteren Territorien im Jordantal und im Westjordanland an.

Er verurteilte auch die Vereinten Nationen für deren Unwirksamkeit und verwies auf eine Reihe von Resolutionen, in denen die israelische Besetzung Palästinas zwar als illegal verurteilt, aber nie umgesetzt wurde.

Zudem warf er israelischen Sicherheitskräften vor, "erst vor wenigen Tagen eine unschuldige palästinensischen Frau abscheulich ermordet zu haben". Laut der israelischen Polizei hatte diese versucht, die Polizisten mit einem Messer anzugreifen. 

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Netanjahu, Israels Premierminister, der selbst gern Präsentationskarten für seine Reden verwendet, hat sich nun in einer Videoansprache zu Erdoğans Worten geäußert:

"Wer nicht aufhört, über Israel zu lügen, die Kurden in seinem eigenen Land abschlachtet und das schreckliche Abschlachten des armenischen Volkes leugnet – der sollte nicht in Richtung Israel predigen. Erdoğan, hör auf zu lügen!"

Erdoğan kritisierte auch die atomare Bewaffnung anderer Staaten, die das globale Gleichgewicht untergraben. Er forderte, dass sie entweder "für alle verboten oder für alle zulässig sein sollten."

Auch bemängelte er erneut die Zusammensetzung des Sicherheitsrates: "Ich möchte wiederholen, dass die Welt größer als fünf ist", sagte er in Bezug auf die fünf Länder mit Atomwaffen im Sicherheitsrat.

"Die Ungleichheit zwischen Atomstaaten und Nichtnuklearstaaten ist allein genug, um das globale Gleichgewicht zu untergraben. Es stört uns, wie alle anderen auch, dass Massenvernichtungswaffen in jeder Krise als Hebel eingesetzt werden, anstatt sie vollständig zu beseitigen. Der Besitz von Atomkraft sollte entweder für alle verboten, oder für alle erlaubt sein."

Hohe Vertreter aus den 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen haben sich zur UN-Generalversammlung im Hauptsitz der Vereinten Nationen versammelt, um internationale Fragen in Bezug auf Entwicklung, Frieden und Sicherheit sowie internationales Recht diskutieren. Die Generalversammlung findet vom 24. bis zum 30. September statt. 

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